Teodora Sena Ducariu, Querflöte (links), und André Ducommun, Klavier, erhielten viel Applaus. Bild Roger Harrison
Teodora Sena Ducariu, Querflöte (links), und André Ducommun, Klavier, erhielten viel Applaus. Bild Roger Harrison

Musik

Beflügelte Entdeckungsreise

Ein virtuoses Zusammenspiel von Querflöte und Flügel begeisterte die Zuhörer der Beflügelten Konzertbühne in der ref. Kirche.

Die beiden Musiker stellten am Montag ein anspruchsvolles Repertoire auf eine gekonnte Weise vor. Teodora SenaDucariu, Querflöte, und André Ducommun, Klavier, präsentierten ein sehr vielfältiges und anspruchsvolles Programm mit vorwiegend moderner Musik. Die modernen Komponisten versuchen die Instrumente in all ihren technischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Wiedergabe dieser Werke bedeutet für die Musiker eine Herausforderung, ist für sie aber auch sehr interessant. Der Zuhörer wird nicht durch harmonische Klänge beglückt, sondern muss sich zuerst an die technischen und nicht immer wohlklingenden Töne gewöhnen, eine andere und ganz neue Art von Musik. Die beiden Musiker haben sich im 2013 an der Hochschule Luzern Musik kennengelernt und konzertieren seit damals regelmässig zusammen. Beide durften schon viele Preise und Anerkennungen mit nach Hause nehmen. Ihr Zusammenspiel ist sehr harmonisch, virtuos und präzis.

Prüfungsstücke für Querflöte

Das erste Stück wurde von Franc Martin, einem der bekanntesten Schweizer Komponisten, geschrieben. Es wurde 1939 für den internationalen Flötenwettbewerb in Genf komponiert. Die Ballade erfordert sehr viel technisches Können. Viele sehr schnelle Tonfolgen mit Doppelzungenschlag und Oktavsprüngen, die bis in die höchste Lage führten, reizten die Ohren des Publikums durch ihren schrillen Klang. Tragende und weiche Klänge in den unteren Lagen schafften Spannung und Ausgleich. Das zweite Stück von George Enesco, einem der bekanntesten rumänischen Komponisten, wurde 1904 für die Aufnahmeprüfung ans Konservatorium in Paris komponiert.

Harmonie

Der Pianist André Ducommun, der Dozent für Korrepetition an der Hochschule Luzern Musik ist, begleitete Teodora auf eine sehr gekonnte und einfühlsame Weise. Obwohl das Klavier als Begleitinstrument eingesetzt wurde, war die Virtuosität des Pianisten unverkennbar. Sein Können und die Intensität seiner Musik konnten bei seinem Solo «Viva Navarra» von Joaquin Larregla besonders gut erkannt werden. Die spanischen leichten Tanzsequenzen waren zwischen den modernen Klängen eine richtige Ohrenweide. Teodora Sena Ducariu zeigte in ihrem Solostück, «Image für Solo-Flöte» von Eugene Bozza noch einmal ihr technisches Können und ihre Finger- und Atemfertigkeit. Nachher gab es eine Sonate des amerikanischen Komponisten Lowell Liebermann. Dieses Werk hat grosse technische Hürden und ein hohes Mass an musikalischer Reife, die wunderbar durch das Duo interpretiert wurden. Das «Grande Finale» war eine Suite von Charles-Marie Widor. Das Werk ist mit ausdrucksstarken Nuancen gefüllt.

Beruhigende Zugabe als Ausklang

Nach einem nachhaltigen Applaus gab es eine Zugabe zur Beruhigung. Mit der «Aria Moderato con Moto» vonOtar Taktakishvili kamder ausgewogene und schöne Ton der Querflöte zur Geltung, und die Herzen des Publikums konnten sich über die Klänge und die Interpretation freuen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.05.2015

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schwyzkultur.ch/TViKRJ