Solo: Roland Rickenbacher zeigte sein Können als Trompeten-Solist während dem Konzert.
Solo: Roland Rickenbacher zeigte sein Können als Trompeten-Solist während dem Konzert.
Volles Haus: Wie schon am Samstag war das Monséjour bis auf den letzten Platz besetzt. Bilder Bruno Facchin
Volles Haus: Wie schon am Samstag war das Monséjour bis auf den letzten Platz besetzt. Bilder Bruno Facchin

Musik

Böhmisch-Mährisch als Merkmal

An zweiVortragsabenden bedankten sich die Küssnachter Rigispatzen bei ihren Freunden und Gönnern mit einem Gratiskonzert. Der Publikumsaufmarsch war grandios, Stühle wurden im Monséjour zur Mangelware.

Spricht man von den Küssnachter Rigispatzen, dann spricht man von böhmisch/mährischer Musik, von Qualität und von den Rickenbachers. Letztere sind mit sechsTeilnehmern aus dem gleichen Familienstamm ein «starkes» Geschlecht in der Kapelle, die von Very Rickenbacher musikalisch geleitet wird. Very Rickenbacher ist nicht nur Dirigent, sondern auch Komponist von zahlreichen Stücken, von denen schon fast traditionell am Jahreskonzert eine Neukomposition vorgestellt wird.Wer das Konzert versäumt hat, der hat zwei Stunden Blasmusik vom Feinsten verpasst.

Ergebnis von unruhigem Schlaf

Das neue Stück «Das Bänklein am See» ist ein Walzer mit einer langjährigen Entstehungeschichte. So erzählte KomponistVery Rickenbacher, dass er vor fünf Jahren von Sepp Schreiber, einem treuen «Spatzenfan», den Impuls für eine Neukomposition «Lebensabend am See» erhalten habe. Er habe lange den Faden dazu nicht gefunden, doch im letzten November sei er in einer schlaflosen Nacht mit der zündenden Idee erwacht: «Ich hatte plötzlich ein klares Bild von einem Bänklein am See, mit einem herrlichen Ausblick auf die Bucht und den Pilatus», so der Komponist. Auch seien die acht Takte für die Hauptmelodie im Kopf präsent gewesen, und «innert einer Stunde hatte ich diese Hauptmelodie zusammen und konnte anschliessend wieder einschlafen ». Das Ergebnis dieser Schlafstörung von Very Rickenbacher wurde ein Walzer, der die zahlreichen Besucher im Monséjour zu begeistern vermochte.

Eine Erfolgsgeschichte

Die Rigispatzen, 1956 als «Bauernkapelle Rigispatzen» gegründet, nennen sich seit 1963 «Blaskapelle Rigispatzen ». Sie spielen hauptsächlich im böhmischen Stil (Egerländer), aber auch moderne und mährische Titel. Die Kompositionen des Dirigenten Very Rickenbacher erfreuen sich einer grossen Beliebtheit. Rickenbacher, seit 2003 musikalischer Leiter, spielte bereits in den Jahren 1975 bis 1978 und 1982 bis 1984 als Euphonist aktiv mit. Die Rigispatzen haben bisher fünf Tonträger produziert, anlässlich des Jubiläums- und Jahreskonzertes im April 2006 wurde die neue CD «Ein halbes Jahrhundert» getauft.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.04.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/PDZMi4