Dreistimmig: Die Leiterin Ursi Tschudi (links) gab zusammen mit Christof Tschudi und Nadja Kotz ein Lied zum Besten. Bild Veronica Schilliger
Dreistimmig: Die Leiterin Ursi Tschudi (links) gab zusammen mit Christof Tschudi und Nadja Kotz ein Lied zum Besten. Bild Veronica Schilliger

Musik

Chorleiterin gab selber ein Solo

Vor viel Publikum trat am Sonntag der Gospelchor in der Küssnachter Kirche auf. Die 50 Sängerinnen und Sänger steckten die Zuhörer mit ihrer Freude an. Bei einigen Liedern wurde kräftig mitgeklatscht.

Etwas mehr als eine Stunde lang erfüllte der Klang schönster Gospellieder die Pfarrkirche in Küssnacht. Unter der Leitung von Ursi Tschudi sangen die 50 Frauen und Männer kraftvoll und mit viel Gefühl bekannte und weniger bekannte Stücke. Begleitet wurden sie von einer vierköpfigen Liveband und den zwei Solisten Nadja Kotz und Christof Tschudi. Mit einem kräftigen und doch sehr gefühlvollen Lied eröffneten sie das Konzert.

Rockiges und Sanftes

Rockige und melancholische, schnelle und sanfte Gospel wechselten sich ab und sorgten für ein vielfältiges und kurzweiliges Programm. Ob mit Band oder nur die Chorstimmen, ob mit oder ohne Solisten – jedes der 13 Stücke vermochte das Publikum zu begeistern. Oft wurde mitgeklatscht und nachher freudig applaudiert. Speziell überrascht hat ein Lied, welches die Leiterin Ursi Tschudi mit den beiden Solisten sang. Die Zuhörer in der vollen Kirche waren von der Freude des Gospel so richtig angesteckt. Musikalische Begleitung erhielt der Chor von Walti von Mann (Schlagzeug), Michael Neumann (EBass), Tobias Maestrini (E-Piano) und Jörg Camenzind (E-Gitarre). Erst nach zwei Zugaben schritten die Sängerinnen und Sänger, begleitet von herzlichem Beifall, aus der Kirche.

Drittes Projekt sehr erfolgreich

Am nächsten Sonntag haben Gospelbegeisterte noch einmal die Gelegenheit, das Konzert zu geniessen. Der Chor wird am 25. April um 19.00 Uhr in der katholischen Kirche in Immensee konzertieren. Dieser Auftritt ist zugleich der Abschluss des Chorprojekts. Und es wird das dritte Mal sein, dass die Musikschule Küssnacht auf ein erfolgreiches Projekt zurückblickt. Im Jahr 2005 konnte die Musikschule das erste Chorprojekt starten. In Ursi Tschudi hat Musikschulleiter Franz Hess eine begeisterte und engagierte Projektleiterin gefunden. Gospelsongs gefallen ihr, sagte Tschudi: «Sie haben Gefühl und geben Kraft.» Auch die Arbeit mit einem Chor findet die Primarlehrerin interessant, vor allem «mit Menschen etwas zu erreichen, die im Singen eigentlich Laien sind». Sie hatte völlig freie Hand, was die Songauswahl und die Art und Weise des Konzerts betrifft. Selbst hat sie die Lieder ausgewählt und zusammengestellt, diese mit den 50 Chormitgliedern einstudiert und Gesangstechnik vermittelt. «Es bereitet mir Freude, mit Leuten Musik zu machen, die gerne Musik machen.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.04.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/fNRksH