Spass am Ausprobieren: Dank fachkundiger Hilfe der Musikanten brachten viele Kinder schon bald erste Töne aus einem Instrument. Bilder Ruth Auf der Maur
Spass am Ausprobieren: Dank fachkundiger Hilfe der Musikanten brachten viele Kinder schon bald erste Töne aus einem Instrument. Bilder Ruth Auf der Maur

Musik

Die Freude an der Blasmusik geweckt

Proppenvoll war die Turnhalle des Schulhauses Dorfhalde in Küssnacht am Sonntagmorgen, denn die Feldmusik Küssnacht gab ihr zweites «Teddybär-Konzert».

Moderatorin Michèle Schönbächler begrüsste mit ihrer frischen Art die Anwesenden und erklärte gleich die Rituale bei Konzertbeginn (Musikanten stehen auf, Leute klatschen, Dirigent kommt auf die Bühne). Es durfte auch geschmunzelt werden, als die Kinder herausfanden, dass der Dirigent im schwarzen Frack einem Pinguin gleicht. Und so zeigte Dirigent Michael Schönbächler auch gleich ein bisschen, wie er watscheln kann.

Kindgerechte Gestaltung

Beim Stück «Die Vorstellung des Blasorchesters» vom Engländer Bruce Fraser (1954–2006) lernten die Kinder die einzelnen Instrumente genauer kennen. Zuerst die Holzblasinstrumente: Querflöte, Piccolo, Oboe, Klarinette, Bassklarinette und Fagott; dann die Blechbläser mit Trompete, Horn, Posaune, Eufonium und Tuba. Zum Schluss kamen noch das Schlagzeug und die Percussion an die Reihe. Gekonnt erwähnte die Moderatorin jeweils die Besonderheiten des Instruments, während jemand aus dem Orchester dieses zeigte und kurz vorspielte. Zwischen diesen Erklärungen spielte die Feldmusik gekonnt diejenigen Teile aus Bruce Frasers Werk, in denen die vorgängig vorgestellten Instrumente besonders gut zu hören waren. Die Kinder wurden dabei immer wieder miteinbezogen: Sie durften Fragen stellen oder beantworten oder gar auf einem Stuhl mitten im Orchester sitzen, um den Musikanten noch näher zu sein.

Zuhören, dann selbst ausprobieren

Mit einem fröhlich-beschwingten Stück begann die musikalische Umsetzung des Märchens «Die Bremer Stadtmusikanten» vom Japaner Hayato Hirose (*1974). Michèle Schönbächler brillierte als Märchenerzählerin und brachte viele kleine Augen und Ohren zum Staunen und Zuhören. Weil die Zuhörer nach dem Schluss des Märchens so begeistert klatschten, bekamen sie von der Feldmusik noch eine Zugabe: ein Stück aus dem Film «Happy Feet», damit die Kinder nochmals die Pinguine watscheln hören konnten. Nach dem offiziellen Teil ging es aber weiter: Die Kinder durften nun nach Herzenslust einzelne Instrumente ausprobieren. Mit Interesse und Eifer wagten sie sich an kleinere Instrumente wie die Querflöte, doch die Grösse spielte an sich keine Rolle: Auch ganz kleine Gäste wollten sich mal so richtig am Schlagzeug austoben. Bei schönstem Wetter durfte man draussen nachher noch Kaffee und Kuchen geniessen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.04.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/tLQhiS