Ein Musiker mit Leib und Seele: Armin Kneubühler in seinem Musikzimmer in Küssnacht. Bild Edith Meyer
Ein Musiker mit Leib und Seele: Armin Kneubühler in seinem Musikzimmer in Küssnacht. Bild Edith Meyer

Musik

Die Musik ist seine grosse Geliebte

Der Küssnachter Armin Kneubühler hat den Gesang in der Kehle und die Musik im Herzen. Dem Pianisten ist das Korsett der klassischen Musik zu eng. Als Dirigent, Musiktherapeut und Komponist zeigt er seineVielseitigkeit und seine Überzeugung von der Heilkraft der Musik mit geradezu himmlischen Tönen.

«Wir fühlen uns innerlich verändert, umgewandelt, wenn wir Musik hören. Wie könnte das geschehen, wenn nicht Harmonien und Rhythmen eine innere Verwandtschaft mit der Seele und ihren Zuständen und Bewegungen hätten?» (Aristoteles). Dass Musik die Seele berührt, beweist Armin Kneubühler immer von Neuem. Wenn er seine Hände erhebt, in die Tasten oder zur Feder greift, wird es andächtig still, obwohl sein Wesen voller Tatendrang und fast schon glückselig wirkt. Armin Kneubühler gibt seine Lebensfreude und Vielseitigkeit an Konzerten und Seminaren weiter. Doch das war nicht immer so: «Ich habe selber Jahre des Suchens und die Auseinandersetzung mit körperlichen Beschwerden hinter mir», sagt Kneubühler. 20 Jahre habe er in Zug am Lehrerseminar St. Michael als Musiklehrer gearbeitet. Zudem leitete er den Kinderchor der Stadt Zug während dieser Zeit.

Verkaufte Klavier und flog nach Bali

«Ich war erfüllt und konnte mich entfalten. Doch mit 45 Jahren hatte ich genug und kündigte», erzählt der 60-Jährige. Er verkaufte sein Klavier und flog nach Bali. «Auf der Insel setzte ich mich mit Meditation und Spiritualität auseinander.» Vier Monate später reiste er durch Europa und nach Afrika. «Ich habe mich während dieser Auszeit mit Dankbarkeit von Zigaretten und Alkohol und anderen Süchten verabschiedet», sagt Kneubühler rückblickend. Als Nebeneffekt löste sich seine Arthrose auf. Zurück in der Schweiz konzentrierte er sich auf die Heilkraft der Musik. «Die Musik ist meine grösste und erste Geliebte», betont Kneubühler. Mit ihr kann er Emotionen erleben und ausdrücken, eigene Kraftquellen nutzen und die Kreativität und Fantasie anregen.

Sich selbst begegnen

«Als Musiktherapeut und Seminarleiter kann ich Entspannung oder Aktivierung herbeiführen.» Kneubühler arbeitet mit der Stimme, dem Atem und dem Körper. Man könne das Kontakt- und Beziehungsverhalten erleben und gestalten oder den Umgang mit Schmerzzuständen lernen. Kneubühler spielt aber auchauf dem Klavier und lässt die Leute tanzen. «Manchmal bewegen wir die Körper mit geschlossenen Augen und singen oder machen Kreistänze. Dabei wird das Denken losgelassen. Das schafft Raum für Gefühle.»

Sein Talent ist die Vielseitigkeit

Armin Kneubühler leitet den Immenseer Kirchenchor und sein eigenes Vocal Ensemble. Ein guter Dirigent müsse Humor haben. In Küssnacht, Immensee und Steinhausen amtet er als Organist. «Ich habe schon als Sechsjähriger Orgel gespielt.» Das sei für ihn selbstverständlich. Im Bezirk arbeite er sehr gerne mit Martina Fäh und Pfarrer Werner Fleischmann zusammen, fügt Kneubühler hinzu. Bis heute stark geprägt hat ihn sein Lehrer Hubert Harry an der Musikhochschule in Luzern. «Jede Klavierstunde mit ihm war ein Fest.»

Bereits die fünfte CD

Das grösste Werk, dass Armin Kneubühler bisher komponiert hat, ist die kleine Messe «Christus – Hier und Jetzt». «Das Beste, was es von mir gibt, ist die neue CD ‹Stille, bring mein Herz zur Ruh›», sagt Armin Kneubühler. Klavier, Gitarre, Flöte und Gesang führen die Zuhörer in Kneubühlers Welt zwischen Himmel und Erde. Helles Klavierspiel ergänzt er mit tiefsinnigen Texten, Gedichten, Gebeten, meditativen Gesängen und Barockstücken, die Herzen öffnen und Menschen begeistern.

CD-Bestellungen

www.kneubuehler-seminare.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

02.11.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/mEh4ME