Die beiden Musiker Jean Spanoghe (Klavier) und Alvin Muoth (Bass) konzertierten in der bis auf den letzten Platz besetzten ref. Kirche.
Die beiden Musiker Jean Spanoghe (Klavier) und Alvin Muoth (Bass) konzertierten in der bis auf den letzten Platz besetzten ref. Kirche.

Musik

Erster Auftritt nach Krankheit

Am Sonntag gaben Alvin Muoth, Bass, und Jean Spanoghe, Klavier, ein «Beflügeltes» Konzert. Muoth feierte sein Comeback nach einer langen und schweren Krankheitszeit.

Freunde und Bekannte von nah und fern kamen am vergangenen Sonntag nach Küssnacht, um Alvin Muoth bei seinem ersten abendfüllenden Solokonzert nach seiner Krankheitszeit zu unterstützen und zu hören. Er setzte sich einer grossen Herausforderung aus und wählte mit Jean Spanoghe, Klavier, zusammen den heiklen Liederzyklus «Schwanengesang» von Franz Schubert als Programm aus. Spanoghe spielte als Abwechslung dazwischen als Solist die «Impromptu Nummer drei» von Franz Schubert. Muoth drückte durch Klang und Mimik seine Leidenschaft und Emotionen aus, die er auch gekonnt auf das Publikum überspringen liess. An die Wand wurden Bilder und Texte projiziert, sodass die Geschichte des Schwanengesangs mitverfolgt werden konnte. Das gebrochene Herz eines Mannes, der seine Geliebte verloren hatte, drückte durch Worte und Musik seine Gefühle der Sehnsucht, des Leidens, des Kummers und Schmerzes aus.

Harmonisch

Er wurde von Spanoghe auf eine sehr gekonnte und einfühlsame Art begleitet. Die beiden strahlten eine grosse Harmonie aus, es war ein wunderbares Zusammenspiel, obwohl es der erste gemeinsame Auftritt war. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Spanoghe einen Solisten mit seinem gekonnten Klavierspiel begleiten kann, dann aber als Solist seiner Ausdruckskraft und Virtuosität vollen Lauf zu schenken vermag. Franz Schubert schrieb diesen Liederzyklus mit 31 Jahren kurz vor seinem Tode. Der Mann im «Schwanengesang» nimmt einen definitiven Abschied, und für Alvin Muoth bedeutet dieses Konzert einen Neuanfang nach der schweren Krankheit. Nach einem nachhaltigen Applaus und einer «Standing Ovation» erfolgte als Zugabe «An die Musik» von Franz Schubert. Muoth sagte diese Zugabe mit einem Dank an die Musik strahlend und erleichtert an. Ja, diese Musik hat ihm den Weg zurück zu seinem grossen Talent neu geöffnet, der anspruchsvolle «Schwanengesang» wurde zum Erfolg.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.10.2014

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schwyzkultur.ch/eLytCP