Mit Unterstützung des Donau Sinfonieorchesters Budapest: Der Amadeus-Chor Küssnacht unter der Leitung von Agnes Ryser begeisterte das Publikum. Bild Ruth Auf der Maur
Mit Unterstützung des Donau Sinfonieorchesters Budapest: Der Amadeus-Chor Küssnacht unter der Leitung von Agnes Ryser begeisterte das Publikum. Bild Ruth Auf der Maur

Musik

Gewaltiger, schöner Chorgesang

Der Amadeus-Chor Küssnacht zeigte am Wochenende sein Programm in Seewen und Küssnacht. Die Zuschauer gaben am Schluss begeistert Standing Ovations.

Die Pfarrkirche in Küssnacht war am Sonntag praktisch bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Leichtigkeit und Virtuosität, die der erst 23-jährige gebürtige Thuner Manuel Leuenberger am Marimbafon an den Tag legte, faszinierte die Konzertbesucherinnen und -besucher. Beim verträumt beginnenden, feurigenergiegeladen endenden Konzert des französischen Komponisten Emmanuel Séjourné (*1961) wurde der Solist vom Donau Sinfonieorchester aus Budapest begleitet. In der Pfarrkirche kam der dunkle, volle Klang des Marimbafons, welches nicht wie ein Vibrafon Metallklangstäbe, sondern Stäbe aus Holz besitzt, toll zur Geltung.

Spannende Werke

Das spätromantische Werk «Psalm 86» von Gustav Theodore Holst (1874–1934) für Chor, Streicher und Orgel begann ruhig mit Unisono-Chorpassagen, und man hörte hie und da ein schönes Streichersolo. Das Werk wurde bewegter und steigerte sich schliesslich in mehrstimmigen, klangvollen Chorgesang mit lauter Begleitung des Orchesters und der Orgel. Die Spannung verschwand nie, auch am Schluss nicht, als das Werk wieder ruhig verklang. Ein Höhepunkt des Abends war bestimmt das grossartige Werk «Magnificat» für gemischten Chor, Solosopran (Simone Stock) und Orchester des bekannten englischen Komponisten John Rutter. Der 1945 in London geborene Rutter komponiert beeindruckende Musik mit Elementen aus abendländischer Kirchenmusik, Jazz, Gospel und Musical.

Gewaltiger Chorklang

Das Magnificat ist ein biblischer Text, ein urchristliches neutestamentliches Lied, welches die Auserwählung der einfachen Maria als Mutter Jesu zum Thema hat. John Rutter sagt selbst, er habe bei diesem Werk an die fröhlichen Marienfeste in Ländern wie Spanien, Mexiko und Puerto Rico gedacht, wo ausgelassen auf den Strassen gefeiert, gesungen und getanzt wird. Diese mitreissende Fröhlichkeit hört man sowohl zu Beginn wie zum Schluss des siebenteiligen Magnificats. Besonders hier kam der gewaltige, schöne Chorklang, der vom gesamten Orchester, von der Orgel und den Kesselpauken unterstützt wurde, zum Tragen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.11.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/BvXNAT