Dario D’Angelo (von links), Urs Wyrsch und sein Sohn Linus Wyrsch sowie Claude Diallo beeindruckten mit herausragender Technik und bestechender Kreativität. Bild Roger Harrison
Dario D’Angelo (von links), Urs Wyrsch und sein Sohn Linus Wyrsch sowie Claude Diallo beeindruckten mit herausragender Technik und bestechender Kreativität. Bild Roger Harrison

Musik

Heimatbesuch aus New York

Am Freitag begeisterte der in New York lebende Linus Wyrsch mit seinem Vater Urs und zwei Profimusikern das Publikum. Das beflügelte Konzert mit viel Jazz und Swing sorgte für Höhenflüge.

Am vergangenen Freitagmussten die letzten Stühle im voll besetzten reformierten Kirchensaal mobilisiert werden, um alle jazzhungrigen Besucher aufzunehmen. Es zeigte sich rasch, dass hier auf der beflügelten Bühne vier grossartige Virtuosen zusammengekommen waren, deren herausragende Technik und bestechende Kreativität sie zu Meistern macht. Entspannt legten die vier los, swingend und mit einer Fingerfertigkeit, die einen den Atem anhalten liess.

«Back in Town»

Der in New York lebende Küssnachter Saxofonist und Klarinettist Linus Wyrsch war «back in Town», und man merkte den Musikern an, dass sie selbst Spass hatten, wieder zusammen zu musizieren, sich einander wunderbar ergänzten und sich gegenseitig zu Höhenflügen animierten. Das zeigte sich ebenso bei den klassischen Medleys sowie auch bei den eigenen Werken, die sie mitgebracht hatten. Mit seiner eigenen Komposition, einer zarten Ballade, verzauberte Linus Wyrsch als Solist das Publikum. Claude Diallo am Piano, Urs Wyrsch am Bass, Dario D’Angelo an den Drums waren mehr als nur Begleitung. Sie zogen das Publikum durch gelungene Eigenkompositionen, virtuose Improvisationen, aber auch mit modernen Interpretationen von Jazzstandards in den Bann. Der Küssnachter Zahnarzt UrsWyrsch ist als langjährig etablierter und gefragter Jazzbassist bekannt. Bereits bevor Linus Wyrsch nach New York auswanderte, traten Vater und Sohn oft gemeinsam auf. Ein Brauch, den beide jeweils gerne wieder erleben. Das Publikum erlebte an diesem Abend eine emotionale Zusammenkunft von Vater und Sohn auf der Bühne. Nach rund eineinhalb Stunden Konzert und einer Zugabe verabschiedeten sich die Musiker. Danach konnten sie alle ihre Fans im Foyer bei einem gemütlichen Apéro, organisiert vom Verein Beflügelt, begrüssen.

2016 Jazzfestival in Küssnacht

Inspiration für die Konzertorganisatorin Nadia Tattersall aus Immensee war der Abend auf jeden Fall. Sie hat vor, diese neue Tradition weiterzuverfolgen und für das kommende Konzertjahr 2016 neben den klassischen Konzerten ein Küssnachter Jazzfestival zu organisieren.

Bote der Urschweiz (pd/red)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.09.2015

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