Der Jodlerklub Echo vom Rigi überzeugte mit ausgeglichenem Chorgesang.
Der Jodlerklub Echo vom Rigi überzeugte mit ausgeglichenem Chorgesang.
Die Gastformation Jodlerklub Bumbach erfreute die Zuhörer mit reinem Männerjodel.
Die Gastformation Jodlerklub Bumbach erfreute die Zuhörer mit reinem Männerjodel.
Eine Tradition lebt weiter: Die Frauen der Zithergruppe Schwyzerholz aus Schwyz. Bilder Ruth Auf der Maur
Eine Tradition lebt weiter: Die Frauen der Zithergruppe Schwyzerholz aus Schwyz. Bilder Ruth Auf der Maur

Musik

Hochwertiges Volksmusikbouquet

Gepflegter Jodelgesang, urchige Schwyzerörgelimusik, traditionelle Schwyzer Zitherklänge – der Jodlerabend des Jodlerklubs Echo vom Rigi hatte musikalisch viel zu bieten.

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal des Monséjours, sogar Bänke und Stühle wurden noch aufgestellt, damit alle Volksmusikfreunde Platz fanden. Das Ländlertrio Sibäsiächä aus Küssnacht heizte schon vor Beginn des offiziellen Teils die Stimmung mit junger, lüpfiger Schwyzerörgeli-Ländlermusik an. Mit «Bödelen» und seiner mitreissenden Art begeisterte es die Besucher.

Jodlerklub unter neuer Leitung

Die Küssnachter Jodler vermochten durch einen schönen, ausgeglichenen Chorklang und gut verständliche Aussprache in den Bann zu ziehen. So hatten sie am Eidgenössischen Jodlerfest in Davos auch verdient sehr gute Noten erhalten, für das Lied «Singe wei mir, jutze wei mir» von Hannes Fuhrer zum Beispiel die Note 1. Esther Styger-Reichlin aus Steinerberg leitet seit April 2014 den Jodlerklub Echo vom Rigi. Sie stellte ihr Können gleich doppelt unter Beweis: als Leiterin und als Sängerin im Jodlerklub und zusammen mit ihrer Schwester Yvonne Reichlin im Jodlerduett Geschwister Reichlin. Von zart bis kräftig und immer sehr gepflegt sangen die Schwestern, einfühlsam und variantenreich begleitet durch die Akkordeonistin Sonja Schälin-Zürcher. «Sind unter der Männertracht doch verkleidete Frauen, die so schön Sopran singen können?», dachten sich wohl einige im Saal. Es war wirklich zum Staunen, wie die ersten und zweiten Jodler aus Bumbach (bei Schangnau) locker und in die Höhe sangen. Reine Männerjodlerklubs kommen hier in der Region immer seltener vor, aber in traditionellen Regionen der Schweiz gibt es sie noch oft. Die Bumbacher sangen trotz den schlimmen Umwettern, die auch ihr Dorf im Sommer getroffen hatte, freudig das Lied «Es schöns Daheim» von Ueli Moor. Ein besonderer Juuz war «Dr Buembacher», den Franz Stadelmann eigens für die Emmentaler komponiert hat und der von ihnen in diesem Jahr uraufgeführt wurde. Da kam wieder besonders die Klasse der ersten und zweiten Jodler im Wechselspiel zur Geltung.

Schwyzer Tischzithern

Etwas feinere, doch nicht weniger interessante Klänge entlockten die Frauen der Gruppe Schwyzerholz ihren drei Tischzithern, zwei Gitarren und zwei Schwyzerörgeli. Echo-vom-Rigi-Präsident Patrick Büeler erwähnte, dass die Erhaltung und das Wiederaufleben der Schwyzer Zither massgeblich vom pensionierten Schwyzer Zimmermann Josef Betschart beeinflusst wurde. Dieser fertigte ab 1975 in aufwendiger Kleinarbeit über 100 Schwyzer Zithern.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

06.10.2014

Webcode

www.schwyzkultur.ch/QcsLGk