Esther Bächlin, Stephanie Wagner und Gina Schwarz. Bild: PD
Esther Bächlin, Stephanie Wagner und Gina Schwarz. Bild: PD

Musik

Markante Soli und sphärische Klängepräsentiert

Drei Frauen, die begeisterten: Die neue internationale
«WoMen»-Formation Playground vereinte Virtuosität, Spielfreude und Spontaneität am beflügelten Konzert.

Kürzlich begeisterte das Trio Playground mit innovativen und inspirationsvollen eigenen Kompositionen das Publikum. Bemerkenswert waren die markanten Soli und sphärischen Klänge mit dynamischen Rhythmen und melodischem Bassspiel,mit denen dasTrio das Publikum in eine andere Dimension entführte. Kompositionen mit Einfluss aus ihren Reisegeschichten sowie Lebenserfahrungen sind ein richtiges Playground für die drei Musikerinnen. Die Finger immer in Kontakt mit den Tasten, der Kopf voll Inspiration im Moment, so versank die Pianistin Esther Bächlin bei den ersten Anschlägen in sich selbst, dann, wenn sie mit geschlossenen Augen scheinbar ganz umhüllt in die Musik die Kirche mit wundervoll ausdrucksstarker Jazzmusik füllte. Besonders Gina Schwarz aus Wien, eine herausragende Jazz-Bassistin und Komponistin, brachte das Publikum mit ihrer unglaublichen Virtuosität am Bass zum Staunen. Aber auch Stephanie Wagner lotete auf der Querflöte das volle Klangspektrum aus. Sie bediente sich mit modernen Spieltechniken und elektronischen Effekten und beeindruckte damit das Publikum.

Mit sicht-und hörbarer Spielfreude

Das Trio Playground suchte ständig nach individuellen Sounds und neuen Möglichkeiten, die Musik noch mehr auszudehnen. Das ganze Spektrum der Emotionen – von Melancholie bis Leidenschaft– war in ihrer Musik in der reformierten Kirche in Küssnacht zu erleben. Die Musiker zeigten mit ausdrucksstarken Melodien, aber auch mit ruhigeren Sounds, dass die Chemie im Trio stimmte. Sie hatten alle Gelegenheit, ihr virtuoses Können zu demonstrieren und wechselten sich häufigw ie beim Jazz mit ihren Soli ab. Dem Trio war die Spielfreude deutlich anzusehen. Einvielversprechendes Trio, das offen ist für alles, was ihm zu Ohren kommt, sich von eigenen Lebenserfahrungen oder Reisen um die Welt bis hin zum Jazz inspirieren zu lassen, um den eigenen Sound immer individueller auszuprägen und weiterzuentwickeln. Grosser, anerkennender Applaus für das aussergewöhnliche Erlebnis leitete über zu einer wunderschönen Zugabe: «Angel of Samothraki» – eine Komposition von Esther Bächlin. Es war ein bewegender Abend, den die Besucher nicht so rasch vergessen werden.

Bote der Urschweiz (pd)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

02.11.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/tdyCbe