Die Kinder liebten Jörg Schneider: Er fesselte die Anwesenden sofort und liess mit seiner einfachen, verständlichen Sprache auch die ganz Kleinen teilhaben.
Die Kinder liebten Jörg Schneider: Er fesselte die Anwesenden sofort und liess mit seiner einfachen, verständlichen Sprache auch die ganz Kleinen teilhaben.
Jedes Instrument war solistisch gefragt: Die tolle Zusammensetzung ermöglichte viele verschiedene Klangfarben und tolle Soli. Bilder Ruth Auf der Maur
Jedes Instrument war solistisch gefragt: Die tolle Zusammensetzung ermöglichte viele verschiedene Klangfarben und tolle Soli. Bilder Ruth Auf der Maur

Musik

«Peter und der Wolf» für Familien

Am Sonntagabend spielte «Das Schweizer Oktett» im Monséjour. Das hochkarätige Ensemble unterhielt die grossen und kleinen Zuhörer mit Werken aus Klassik über Operette bis zur Volksmusik. Im zweiten Teil durften die Kinder das musikalische Märchen «Peter und der Wolf» geniessen und gleichzeitig der spannenden Erzählung von Jörg Schneider lauschen.

Mit heiter, beschwingter Musik von Jaques Offenbach, der Ouverture de concert aus «La vie parisienne», eröffnete «Das Schweizer Oktett» den Konzertabend im Küssnachter Monséjour und entführte einen in die Welt der Operette. Nach dieser gehörfälligen Einstimmung wurde ein Satz aus Franz Schuberts Oktett in F Dur D 803 gespielt. Beim «Andante con variazioni» wurde immer wieder mit schönen Melodien überrascht, und die grosse Transparenz im Ensemble kam voll zur Geltung. So hörte man hier ein liebliches Klarinettensolo, bald später ein wehmütiges Cellosolo; alle acht Instrumente konnten im kammermusikalischen Werk solistisch brillieren, aber auch durch passende Begleitpassagen die Soli unterstützen und untermalen.

«Wer häts Oktett erfunde?»

Mit Ungeduld warteten vor allem die Kinder auf den versprochenen Märchenerzähler Jörg Schneider. Natürlich erkannten die meisten die «Chasperlistimme» sofort, als er nach dem volkstümlichen Stück «Eviva i Soci» aus Hanny Christens Volksliedersammlung auf der Bühne erschien. Mit einer wundersamen, etwas fantastischen Geschichte versuchte er die Anwesenden zu überzeugen, was die Entstehung des Oktetts mit Antonio Vivaldis Reise in die Schweiz zu tun hat. Anschliessend spielte das Oktett dazu passend das originelle Stück «Am Antonio sine» (ebenfalls von Hanny Christen), in dem sich volkstümliche Teile mit Passagen aus Antonio Vivaldis «Die vier Jahreszeiten» abwechseln.

Jörg Schneider kanns einfach

Schon bevor die Geschichte richtig losging und Jörg Schneider den Kindern die Hauptpersonen, gespielt von Musikinstrumenten, vorgestellt hatte, waren alle Augen auf ihn gerichtet. Die Kinder konnten die abenteuerliche Geschichte vom Peter und dem Wolf miterleben, in der der Junge im Garten seines Grossvaters dem bösen Wolf begegnet und ihn schliesslich besiegt. Sofort merkte man die Gewandtheit und Versierheit von Jörg Schneider im Erzählen und hätte ihm noch lange zuhören können.

Am nächsten Sonntag, 5. Juni, um 17.00 Uhr findet das letzte Konzert im Rahmen von Küssnacht Klassik mit dem Lucerne Wind Ensemble statt.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

31.05.2011

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schwyzkultur.ch/1bG14p