Verschworene Gemeinschaft: Die Bandmitglieder von «Röströkr» treffen sich nicht nur zum Musizieren und Abrocken. Gesellschaftsspiele fördern den Zusammenhalt zusätzlich.
Verschworene Gemeinschaft: Die Bandmitglieder von «Röströkr» treffen sich nicht nur zum Musizieren und Abrocken. Gesellschaftsspiele fördern den Zusammenhalt zusätzlich.

Musik

Schwingen und Heavy Metal passen gut

Sport und Musik haben mehr gemeinsam als gemeinhin angenommen wird. Im Fall von Beda Imhof, Bandleader der Küssnachter «Röströkr», sogar ausgeprägt.

«Was haben Schwingen und Heavy Metal gemeinsam?», fragt Beda Imhof im Gespräch mit dem «Boten». Seine Antwort kommt unerwartet und ist doch einleuchtend: «Es gibt nie ‹Lämpe›, weder am Schwingfest noch am Heavy-Metal-Konzert.» Dem «Röströkr»-Bandleader fällt dieser Vergleich einfach. Er war selber einmal Schwinger: «Allerdings nur ganz kurz. Wenn du viermal die Sonne von unten angeschaut hast, hast du genug.» Statt im Sägemehlring engagiert sich Beda Imhof nun bei dem, was diesem Sport das Umfeld bietet. Er ist Beisitzer im Vorstand des Schwingklubs Küssnacht. Der 26-jährige gelernte Polygraf will mit seinem Einsatz auch die Fronten etwas aufweichen. «Langhaarige Schwinger würden zurzeit wohl nicht geduldet.» Bei seinen Konzerten gehören Schwinger (noch) nicht gerade zum Stammpublikum. Das könnte sich durchaus ändern, ist er überzeugt. «Im Gegensatz zum Sägemehlring kannst du auf der Bühne den harten ‹Siech› spielen, du musst ihn nicht selber sein …»

Seit sieben Jahren zusammen

«Röströkr» ist seit sieben Jahren musikalisch aktiv. Beda Imhof (voc), Christian Kunz (guit), Felician Waldispühl (dr), Raphael Lüönd (voc) und Michael Kryenbühl (bs) sind von der Musik angefressen und kannten sich von der Schule. Schnell fand man zusammen und musste bislang keine Wechsel verzeichnen. Einzig in den letzten sechs Monaten war in den «Röströkr»-Reihen ein neues Gesicht zu sehen. «Unser Bassist weilte sechs Monate im Ausland, Pädi Huser hat ihn während dieser Zeit ersetzt», erklärte der Bandleader. Sie spielen viele eigene Songs, die im Team entstehen. Die Musik wird oft von den Gitarristen geschrieben, die Texte kommen vielfach von Beda Imhof. «Die Stilrichtung Heavy Metal gibt uns die Möglichkeit, unsere Emotionen in die Songs einzubringen und in unserer Musik auszuleben.»

Heavy Metal unter dem Baum

Zurzeit erarbeitet die Küssnachter Band eine neue CD, sie soll diesen Herbst erscheinen. Mit «Heavy Metal für Weihnachten ist immer gut» hält der Bandleader eine Geschenkidee bereit. Die neue CD heisst «Danger to Society» (Gefahr für die Gesellschaft) und ist die erste «concept disc» von «Röströkr». «Es ist für uns eine neue Erfahrung, uns für eine Silberscheibe nur einem Thema zu widmen.» Dieses dreht sich vor allem ums Gefängnis und stellt sich unter anderem den Fragen, was Strafen bringen und ob Rehabilitationsmassnahmen wirklich sinnvoll sind.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.08.2011

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schwyzkultur.ch/Aubjmw