Die Musiker: (von links) Daniel Dodds (Violine), Dmitri Demiashkin (Piano), Dominik Fischer (Viola), Petar Naydenov (Kontrabass) und Alexander Kionke (Violoncello). Bild Patrick Kene
Die Musiker: (von links) Daniel Dodds (Violine), Dmitri Demiashkin (Piano), Dominik Fischer (Viola), Petar Naydenov (Kontrabass) und Alexander Kionke (Violoncello). Bild Patrick Kene

Musik

Vom KKL ins Monséjour

Alexander Kionke, der Initiant und Leiter von Küssnacht Klassik, hat am Sonntag einen lang gehegtenWunsch realisiert. Mit Luzerner Streicherkollegen und dem russischen Pianisten Dmitri Demiashkin hat der Kammermusiker zum Auftakt der diesjährigen dreiteiligen Konzertreihe das Forellenquintett gespielt.

Die Komponisten Franz Schubert und Robert Schumann haben im frühen 19. Jahrhundert viel zur Kammermusik beigetragen. Der künstlerische Leiter von Küssnacht Klassik, Alexander Kionke, selbst Kammermusiker im Luzerner Orchester Festival Strings, hat mit dem russischen Gastpianisten Dmitri Demiashkin ein Talent ausgemacht, das die schwierigen Werke der beiden Komponisten beherrscht. Die Herausforderung besteht darin,dass der Pianist allein die Hälfte des Klangs übernehmen muss.

Aus fünf verschiedenen Ländern

So standen am Sonntagabend fünf Musiker,die sonst eher am KKL konzertieren, aus fünf verschiedenen Herkunftsländern auf der Bühne im Monséjour. Mit dabei war auch der Konzertmeister der Festival Strings Lucerne, der aus Australien stammende Daniel Dodds, mit einer Stradivari-Geige. Vor sieben voll besetzten Stuhlreihen spielten sie zuerst, ohne Kontrabass, die vier Sätze des Klavierquartetts Es-Dur von Schumann. Danach machten die Musiker eine 20-minütige Pause, um Luft zu schnappen, bevor es mit Schuberts Forellenquintett weiterging. Es beinhaltet fünf abwechslungsreiche Sätze, wobei sich der Name «Die Forelle» auf die melodiösen Variationen im 4. Satz bezieht. «Dieser Satz wurde von Schubert quasi als Bonustrack eingefügt», erklärte Kionke. Das zusätzliche fünfte Instrument in diesem Werk spielte der Solobassist des Luzerner Sinfonieorchesters, Petar Naydenov aus Bulgarien.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.06.2013

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schwyzkultur.ch/KRXmFW