Musik

Rigispatzen verabschieden sich mit drei imposanten Konzerten

An den letzten Konzerten der Rigispatzen kam das zahlreiche Publikum nochmals ausgiebig in den Genuss von böhmischer Blasmusik.

Viele Zuhörerinnen und Zuhörer fanden sich am Samstagabend im Monséjour ein, um das letzte Mal die Rigispatzen live zu hören. Wie Moderator Georg Rickenbacher erwähnte, wurden die nur noch zehn Vereinsmitglieder am Konzert von zwölf Bläserinnen und Bläsern unterstützt, davon acht Ehemalige. Dem «harten Kern» sei es vor eineinhalb Jahren nicht leichtgefallen, die Entscheidung zum Aufhören zu treffen. Mit dem schmissigen Marsch «Theotrichus» von Lukas Bruckmeyer eröffnete die Formation den Konzertabend. Georg Rickenbacher moderierte zusammen mit seinem Cousin Roland Rickenbacher – sein Götti, Ehrendirigent und Gewinner des Goldenen Violinschlüssels 2024, Very Rickenbacher, dirigierte die Rigispatzen.

 

Abschiedsgeschenk und Lob für Rigispatzen

Nach der gepflegt gespielten Polka «Musikantenfreundschaft», bei der einzelne Register ihr Können zeigten, kam ein besonderer Programmhöhepunkt. Hans Stadelmann, Vertreter und Verbandsfähnrich der ISB (Interessengemeinschaft der Schweizer Blaskapellen), schenkte den Rigispatzen zum Abschied feinen Glarner Raclettekäse. Er erwähnte ihr tolles musikalisches Schaffen und ihr Engagement in der ISB, die Rigispatzen seien sogar Gründungsmitglied gewesen. Nach der rassigen Polka «So ein schöner Tag» folgte eine weitere Polka: Bei «Zwei Lausbuben» zeigten Samuel Luthiger am Tenorhorn und Roland Rickenbacher an der Trompete ihr tolles, virtuoses Spiel.

Zur gemütlichen Stimmung und einem gelungenen Konzertabend trug die Vielfalt der Auswahl von Getränken und Speisen im Monséjour bei. Um die 70 vergangenen Jahre der Rigispatzen Revue passieren zu lassen, hatte die Formation auf der Seite Panels mit Erinnerungen, vor allem Fotos, aus der Vereinsgeschichte aufgestellt. Der zweite Programmteil wurde mit dem musikalisch interessanten Marsch «Mens sana in corpore sano» (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper) vom Niederländer Geert Sprick eröffnet. Weitere musikalische Höhepunkte im zweiten Teil waren die Polka «Eine Holzgeschichte», bei der Flöte und drei B-Klarinetten ihr Können zeigten, sowie der «Maxglaner Zigeunermarsch» von Tobi Reiser, arrangiert von Very Rickenbacher. Bei Letzterem waren typische Zigeunermelodien zu hören.

Am Ende des Konzertabends applaudierte das Publikum mit Standing Ovations und forderte mehrere Zugaben. Georg Rickenbacher dankte auch im Namen der Rigispatzen für die jahrzehntelange Treue und den Support des Publikums.

 

Bote der Urschweiz / Ruth Auf der Maur

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Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.04.2026

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