Musik
Rockstubete bot ein Spektakel erster Hardrock-Güte
Vier Bands unterhielten die begeisterten Gäste in der zum Hardrocktempel umgebauten Sporthalle Ebnet in Küssnacht.
Bereits am späteren Nachmittag ging es am Samstag los. Viele hatten den Weg ins Ebnet gefunden, um sich von überzeugenden Musikerinnen und Musikern verwöhnen zu lassen. Die Veranstalter hatten nicht zu viel versprochen. Druckvoller und satter Sound voller Energie liess die Herzen schneller schlagen und die Laune aufhellen. Unter den Gästen bekamen die Worte «Die sind richtig gut!» Flügel – zu Recht. Der vor einem Jahr gegründete Verein Rockstubete um Christof Bucher, Carlo Zwyssig, Amy Küng, Angelina Bucher und Poldi Neugart will sich für Kulturförderung im Bezirk Küssnacht einsetzen.
Küssnachter Band eröffnete den Abend
Nach kleineren Rockstubeten mit jeweils einer Band wollte man jetzt einmal etwas Grösseres durchziehen. Entstanden ist ein Abend mit vier Bands – die meisten Musiker kommen aus der Region Zentralschweiz. «Grösser ja, aber für das erste Mal nicht allzu gross», sagte Bucher. Das gesteckte Ziel von 300 Besucherinnen und Besuchern konnte knapp nicht erreicht werden. «Macht nichts, ich bin sehr zufrieden.» Möglich machten dies nicht nur ein überzeugendes Programm, sondern auch die rund 15 Helferinnen und Helfer, welche das fünfköpfige OK in der Vorbereitung und in der Durchführung unterstützten. Was Bucher auch begeisterte, war, wie friedlich sich das Publikum aufführte. Die aufgebotene Security- Crew hatte sozusagen nichts zu tun. Die Zentralschweizer Ping Machines eröffneten mit kraftvollen Elementen des Stoner Rocks, mit erdigem Blues und einer unverkennbaren Prise Punk. Urküssnachter und Vollblutmusiker aus Immensee, Marc Monnin, nutzte sein «Heimspiel». Mitgebracht hat die Band mit Benissa Schmidig eine junge Sängerin, die das Publikum ab dem ersten Ton packte. Dafür, dass der Ton den ganzen Abend perfekt abgemischt war, sorgten Grössen der Szene – ein Techniker sorgte früher bei Krokus, der andere bei Gotthard für den richtigen Konzertsound.
Gute Auswahl
Das Rockstubete-OK bewies, ein perfektes Händchen zu haben. Überzeugt hat auch die je nach Band unterschiedlich präsentierte Lichtshow der in Goldau ansässigen Lighthouse AG. Als zweiter Akt rockten Dirty Hotline aus der Gegend um Rothenthurm die Ebnet-Bühne. Topsound und die für viele als Höhepunkt des Abends bezeichnete Jacky Widmer – einst Finalistin bei «Voice of Switzerland» – sorgten für riesige Begeisterung und Bewegung auch in den hinteren Reihen. Mud Slick – in den 90er-Jahren Vorband unter anderem von Bon Jovi und nach rund 20 Jahren Pause wieder auf den Bühnen – standen in nichts nach. Wie die zwei Bands zuvor trafen auch sie mit ihrer Musik den Nerv des Publikums. Zum Rockstubeteschluss hatte das OK die ungarische Band Reckless Roses nach Küssnacht geholt. Sie sollen die weltweit authentischste und beste Coverband von Guns ’n’ Roses sein. Nach dem Auftritt im Ebnet liegt die Betonung für viele auf «soll». Nichtsdestotrotz: Die Rockstubete-XL-Premiere war ein fulminanter Höhepunkt des Hardrockjahres 2026.
Bote der Urschweiz / Christian Ballat
Autor
Bote der Urschweiz
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