Einmalige Performance: Die Küssnachterin Livia Gnos tanzt in der Luft auf der Baustelle Schwyzerhof an der Bahnhofstrasse in Küssnacht. Bilder: Roger Kleger
Einmalige Performance: Die Küssnachterin Livia Gnos tanzt in der Luft auf der Baustelle Schwyzerhof an der Bahnhofstrasse in Küssnacht. Bilder: Roger Kleger
Einmalige Performance: Die Küssnachterin Livia Gnos tanzt in der Luft auf der Baustelle Schwyzerhof an der Bahnhofstrasse in Küssnacht. Bilder: Roger Kleger
Einmalige Performance: Die Küssnachterin Livia Gnos tanzt in der Luft auf der Baustelle Schwyzerhof an der Bahnhofstrasse in Küssnacht. Bilder: Roger Kleger

Bühne

Dies & Das

Temporäre Kunst im Schwyzerhof

Die Küssnachterin Livia Gnos ist begeisterte Tänzerin und Luftartistin. Eine einmalige Bühne ermöglichte ihr die Christen AG.

«Der Tanz in der Luft, mit Tuch, am Ring und auf dem Boden ist meine grosse Leidenschaft», sagt Livia Gnos. Sie tanzt seit ihrer Kindheit und ist ein sportbegeisterter Mensch. «Dem Tanz bin ich immer treu geblieben», fügt die zweifache Mutter hinzu. Vor sieben Jahren liess sich die Küssnachterin als Tänzerin und Tanzlehrerin ausbilden. «Vor fünf Jahren entdeckte ich für mich dann den Tanz am Vertikaltuch, auch Aerial Silk genannt.»

Spontane Idee in die Tat umgesetzt


Und wie kam die Tänzerin dazu, sich in einer Baustelle in Szene zu setzen? «Ich suche immer neue Herausforderungen. Wegen Corona können wir nicht auftreten. Darum fand ich es eine wunderbare Idee, im Schwyzerhof in der Luft zu tanzen», erzählt Livia Gnos, die in der Matchless-Tanzagentur in Hünenberg Tänzerin ist. Die spontane Idee dazu habe sie auf einem Spaziergang entlang der Bahnhofstrasse Richtung See gehabt, als ihr die Sanierung des Schwyzerhofs aufgefallen sei. Die Baustelle des Schwyzerhofs als Bühne habe bei ihr sofort Begeisterung ausgelöst. Stefan Christen von der Küssnachter Christen AG ermöglichte ihr, die Idee umzusetzen: «Die altehrwürdige Holzkonstruktion mitten in Küssnacht war perfekt, um diese Tanzkunst zauberhaft zu inszenieren», sagt er. Als Eigentümer der Liegenschaft sei er von dieser Idee von Anfang an überzeugt und begeistert gewesen. «Die Kulisse mit dem alten, ‹schwebenden› Riegelbau war beeindruckend», freut sich Christen.

Ohne Zuschauer durchgeführt


Das Fotoprojekt musste schnell und ohne Zuschauer organisiert und durchgeführt werden. So fand die Kunstaktion am 5. März morgens um 6 Uhr statt. «Genau einen Tag nachdem das neue Fundamt für den Schwyzerhof gegossen worden war. Eine Woche später waren bereits die ersten Wände im Erdgeschoss gestellt», führt Stefan Christen aus. Livia Gnos wurde von Roger Kleger, Tanz- und Sportfotograf aus Obfelden, in Szene gesetzt. «Dynamische Bilder sind meine Leidenschaft. Ich liebe es, Menschen in Bewegung zu porträtieren», sagt Roger Kleger. Und Livia Gnos weiter: «Momente festzuhalten und mit allen Leuten auf diversen neuen Medien digital zu teilen, war unser Ziel. Kunst am Bau eben.» «Die Resonanz und die vielen schönen Reaktionen auf unsere Arbeit haben uns riesig gefreut», fügt Stefan Christen hinzu. «Die drei Kunstformen – der Tanz, die Fotografie und die denkmalgeschützte Kulisse – zu verbinden, war für uns etwas Einmaliges » ergänzt Livia Gnos. Wenn sie nicht gerade auf einer Baustelle tanzt, unterrichtet Livia Gnos in der Matchless-Tanzschule Modern Dance und Kinderballett. Zurzeit schreibt sie ihre Abschlussarbeit für ihre Ausbildung als Aerial- Silk-Instruktorin. Und was kommt als Nächstes? «Ich würde gerne in Zukunft diese Tanzform auch in Küssnacht unterrichten.» Wie sich Livia Gnos durch das Leben tanzt, sieht man auf Instagram auf ihrem Account livia.gnos.

Bote der Urschweiz / Edith Meyer

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne
  • Dies & Das

Publiziert am

24.03.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/2pnxCu