Vorfreude auf Vernissage: René Räber, Präsident der St. Niklausengesellschaft (links), und Hans Lüthold, Präsident der Wasserversorgung Küssnacht WKG, laden die Bevölkerung herzlich zur Vernissage und zum Apéro ein. (Bild: Edith Meyer)
Vorfreude auf Vernissage: René Räber, Präsident der St. Niklausengesellschaft (links), und Hans Lüthold, Präsident der Wasserversorgung Küssnacht WKG, laden die Bevölkerung herzlich zur Vernissage und zum Apéro ein. (Bild: Edith Meyer)

Volkskultur

Klausjäger flach am Boden

Was lange währt, wird endlich gut: Am 12. November werden die Schattenzüge, der Chlausjägerbrunnen und das Chlausenrelief in der Chlausjägergasse enthüllt. Die Bevölkerung ist zum Mitfeiern eingeladen.

Noch sieht man an der Chlausjägergasse nichts als eine kleine Baustelle. Hier wird der Brunnen gebaut. «Er ist nicht archaisch», sagt Hans Lüthold, Präsident der Wasserversorgung Küssnacht WKG. Die Materialisierung werde elegant und modern. «Die Elemente des Klausjagens sind verewigt, werden aber nicht traditionell gedeutet», verrät er. Auch das Thema Schatten und Licht werde integriert. Neben der künstlerischen Gestaltung erfüllt das Objekt den Zweck eines Dorfbrunnens und wurde von der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu auf die Sicherheit geprüft. Die Wasserversorgung beteiligt sich am Brunnen mit 25 000 Franken. «Die Volker-Goertz-Stiftung sicherte uns 50 000 Franken zu», sagt Lüthold weiter. Er freue sich auf die Einweihung. «Erst recht freue ich mich, wenn über 1000 Klausjäger und Tausende Besucher am Klaustag durch diese Gasse laufen.» Gefallen findet Lüthold daran, dass das Chlausenrelief vom alten Brunnen an die Hausfront des Bieri-Hauses appliziert wird. Hier ist der engste Teil der Gasse. «Sozusagen die Hohle Gasse der Klausjäger», sagt Lüthold. «Wir sind glücklich, dass wir nach sieben Jahren das Versprechen einlösen und der Bevölkerung etwas schenken können, das das ganze Jahr ans Klausjagen erinnert», sagt René Räber, Präsident der St. Niklausengesellschaft. Er ist gespannt auf das Kunstprojekt Schattenzüge von den Merlischacher Bildhauern Nicolas Wittwer und Thomas Baggenstos. Die vier flachen Klausjäger-Eisenplastiken werden in Maggia-Granit-Platten eingelegt und im Bodenbelag versenkt.

Einladung zur Vernissage

«Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, an der Vernissage und Einweihung der Objekte am 12. November teilzunehmen», betont Räber. Der Anlass findet von 19.00 bis 20.00 Uhr statt. Ueli Hodel, Urs Hecker, Bruno Dober und Cornel Meyer helfen bei der Organisation mit. Nach einem Böllerschuss werden sechs Trychlergruppen sternförmig in die Chlausjägergasse einlaufen. Um 19.05 Uhr werden Vulkane gezündet. Danach werden dieKunstwerke enthüllt und von Pfarrer Werner Fleischmann und von Pfarrer Peter Ruch eingesegnet. «Wir haben lange davon gesprochen. Jetzt kommt es so, wie ich es mir im Geheimen gewünscht habe. Man kann den Leuten bald das ganze Jahr unser Brauchtum zeigen – und die Klausjäger liegen 365 Tage flach am Boden», so Hodel.

Weitere Infos

www.klausjagen.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

29.10.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/f3Uw2t