Echo vom Rigi: Der organisierende Jodelklub vor zahlreichem Publikum im Monséjour.
Echo vom Rigi: Der organisierende Jodelklub vor zahlreichem Publikum im Monséjour.

Volkskultur

Platznot auf «Chueflade-Alp»

Auf der «Chueflade-Alp» mit Blick auf die Rigi wird gejodelt und musiziert. Diese alpine Idylle wurde am Samstag als Kulisse für den Jodlerabig ins Küssnachter Dorfzentrum verlegt.

Der Jodelklub Echo vom Rigi erhielt am Samstagabend viel Unterstützung: Doris Bünter und Philipp Heinzer vom Landjugendtheater moderierten als Magd und Knecht von der «Chueflade-Alp» verkleidet, der befreundete Jodlerklub aus Weggis übernahm den Service. Vor allem erhielt der Verein viel Aufmerksamkeit: Fast 500 Eintritte wurden gezählt, alle Stühle im eng bestuhlten Saal und auf der Empore waren besetzt. Ein grosses Publikum sei man sich aus früheren Jahren gewohnt, doch «so voll wie heute war der Monséjoursaal noch nie», meinte Patrik Büeler, der erstmals als Präsident die Begrüssung vornehmen durfte. Als Grund gibt er an, dass der als Gast geladene Jodlerklub Wattwil in der Jodlerszene sehr bekannt sei.

Viele Gäste

Der Chor aus dem Toggenburg traf leicht verspätet ein, da noch ein kleiner Halt eingeschaltet worden war. Gleichwohl standen die Sänger in ihrer rot-weissen Sennentracht konzentriert auf der Bühne und trugen viele Lieder und Jüz vor, unter anderem «De Beiereggler», von Dirigent Ruedi Roth komponiert, bei dem ein monotoner Bass nur von der Jodelstimme in der Mitte übertönt wird. Danach wurde die Gruppe, die bereits drei Tonträger veröffentlicht hat, jeweils mit Applaus um Zugaben gebeten. Ein spezielles Appenzeller Zäuerli sei eine angemessene Zugabe für das «super Publikum», fand Präsident Sepp Forrer.

Mehrstündiges Programm

Die einheimische Folklore vertraten die Bläser Maria Arnold, Werner Brühlmann und Armin Mattmann mit Alphornmelodien sowie das Jodelduett Geschwister Zumbühl. Die jungen Lehrerinnen Priska und Rita stammen aus Nidwalden, sind aber auch in Küssnacht heimisch. Selbstverständlich stand das «Echo vom Rigi» ebenfalls mehrmals auf der Bühne, schon gleich zu Beginn mit dem «Schwyzer Juuz» oder mit dem Lied «Mues Juchzge». Bei den anderen Darbietungen nahmen die Jodler auf der Bühne in der improvisierten Alpwirtschaft Platz. Einen Höhepunkt sparte sich Patrik Büeler noch bis zum Schluss auf, das melodiöse Jodellied «Bärgkristall» von Edi Gasser. Auch Jodler aus dem Publikum wurden aufgefordert, sich zum Gesamtchor auf die Bühne zu begeben. Dieser Chorgesang bildete denAbschluss des dreistündigen Programms. Danach begann sich der voll besetzte Saal allmählich zu leeren, wer wollte, konnte sich noch länger vom Schwyzerörgelitrio Gebrüder Horat unterhalten lassen.



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

04.10.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/PJpcex