Präsident Wolfgang Lüönd (von links) mit dem zurückgetretenen Vizepräsident Ernst Sidler und dem neu gewählten Vorstandsmitglied Bruno Thurnherr. Bild Christoph Jud
Präsident Wolfgang Lüönd (von links) mit dem zurückgetretenen Vizepräsident Ernst Sidler und dem neu gewählten Vorstandsmitglied Bruno Thurnherr. Bild Christoph Jud

Volkskultur

Thurnherr ersetzt Sidler

Das Heimatmuseum wird im Sommer umgestaltet. Vizepräsident Ernst Sidler trat an der Generalversammlung des Historischen Vereins Küssnacht zurück.

An der Generalversammlung des Historischen Vereins Küssnacht (HVK) vom vergangenen Donnerstag konnte Präsident Wolfgang Lüönd rapportieren, dass 2014 das Heimatmuseum in Küssnacht von rund 2000 Personen besucht wurde. Den rund 50 Anwesenden – es waren auch Nichtmitglieder zur GV mit öffentlichem Vortrag eingeladen – konnte Lüönd weiter bekannt geben, dass im kommenden Sommer die im Museum ausgestellten Nähmaschinen temporär ins Museum der Partnergemeinde Küssaberg (D) verschobenwerden.

Neugestaltung Heimatmuseum

Die Ausstellung im Heimatmuseum wird daraufhin umgestaltet und teilerneuert. Ein Teil der Nähmaschinen sowie weiteres Museumsgut werden in den Kulturgüterschutzraum des Bezirks im Werkhof ausgelagert, sodass das Heimatmuseum entschlackt werden kann. Kassierin Luzia Bucher musste einen Verlust von 9300 Franken in der Jahresrechnung 2014 verkünden. Der Hauptgrund dafür sind zwei grosse PostenMehrausgaben. Einerseits die Gestaltung der neuen Homepage www.heimatmuseum.ch, anderseits die Lohnkosten für die Wochenaufsicht im Museum. Der HVK-Vorstand reichte beim Bezirksrat ein Gesuch für einen höheren Bezirksbeitrag ein. Dieser wurde bewilligt. Bei der Festlegung des Jahresbeitrags wurde von einem Mitglied der Antrag gestellt, den reduzierten Beitrag von 15 Franken für AHVBezüger und Studierende (statt 20 Franken) zu streichen und einen einheitlichen Jahresbeitrag von 20 Franken festzulegen. Dem Antrag wurde zugestimmt.

Thurnherr als grosse Bereicherung

Nach langjährigem Mitwirken im Vorstand demissionierte Vizepräsident Ernst Sidler. Als Nachfolger im Vorstand wurde der pensionierte ehemalige Rektor des Gymnasiums Immensee, Bruno Thurnherr, gewählt. Dieser werde als promovierter Historiker für den Vorstand bestimmt eine grosse Bereicherung sein, erklärte Vorstandsmitglied Marianne Gerber bei der Vorstellung Thurnherrs.

Oliver Landolt hielt Referat

Das an jeder Generalversammlung des HVK traditionelle Geschichtsreferat hielt dieses Jahr Oliver Landolt, Vorstandsmitglied im Historischen Verein Zentralschweiz. Der wissenschaftliche Mitarbeiter im Staatsarchiv des Kantons Schwyz schilderte in seinem einstündigen Vortrag in groben Zügen und mit Grafiken und Bildern dokumentiert die Welt in der Zeit um die Schlacht am Morgarten. Die Wichtigkeit dieser Schlacht von 1315 wird in neuester Zeit infrage gestellt. Im Schlusswort erklärte Historiker Landolt: «Sicherlich war Morgarten im Rahmen der zeitgenössischen Ereignisse nur eine Episode, weitgehend am Rande des allgemeinen Interesses gelegen – aber es war eine Episode, der im Verständnis der späteren Zeit vor allem durch den Einfluss von Chronisten wie Historikern Sinn gegeben wurde, wodurch auch ‹Geschichte gemacht› wurde, die Symbolcharakter erlangte, nicht zuletzt deshalb, weil man es verstand, sie in einem für ihre Zeit sinnvollen Zusammenhang einzureihen.»

Bote der Urschweiz (Christoph Jud)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

25.04.2015

Webcode

www.schwyzkultur.ch/CPXvhi