Unter Dach: Die Aussenplätze mit Aussicht konnten praktisch nie genutzt werden. (Bild Bruno Facchin)
Unter Dach: Die Aussenplätze mit Aussicht konnten praktisch nie genutzt werden. (Bild Bruno Facchin)

Volkskultur

Verregnetes Alpen-Open-Air

Auch das dritte Alpen-Open-Air auf der Alp Ruodisegg wurde verregnet. Dennoch besuchten einige unentwegte den Festplatz, der zwar zum Teil überdacht, logischerweise aber nicht beheizt war.

«Am Wätter gids nüt zum Schrübele, und das isch au guet so», meinte Maria Schuler von der Alp Ruodisegg. Sie und ihr Mann Toni haben zusammen mit dem Damenturnverein Küssnacht zum Open Air eingeladen, und nachdem heuer die dritte Auflage – wie schon in den Jahren zuvor – verregnet worden ist, bleibt der Optimismus. «Wir sind zwar momentan etwas gefrustet, doch eine Wende wird irgendwann einmal zu unseren Gunsten kommen», erklärte Gaby Räber vom Damenturnverein. Das heisst nichts anderes, als dass man nun den Kopf nicht in den Sand steckt, sondern sich bereits wieder im Gedanken mit der vierten Auflage in einem Jahr befasst.

Ein guter Programmmix
Trotz zeitweise lausigem Wetter sind die Organisatoren zufrieden. Zwar hatte man erstmals auf den Freitagabend verzichtet, doch am Samstag waren überraschend viele Unentwegte anwesend. Auch gestern war zumindest das gedeckte Platzangebot zeitweise vollständig belegt, und vielleicht hatte die Kaffeküche etwas mehr zu tun, als die «Bierharrasslischlepper».

Die Musik gefiel
Mit den drei Musikformationen hatte man eine gute Hand. Die Goldauer Grümpelband eröffnete am Samstag das Open Air, und am Abend wusste «The Man After Eight» zu gefallen.Am gestrigen Sonntagnachmittag standen die «Spätzünder», welche an den Olympischen Spielen von Peking als offizielle Band im Schweizer Haus auftraten, auf der Bühne.An beiden Tagen wurde das Musikprogramm immer wieder mit Darbietungen der Küssnachter Turnerinnen aller Altersklassen unterbrochen und bereichert.

Grosser Aufwand mässig belohnt
Schade ist, dass der Aufwand mit 70 Helferinnen und Helfern nur mässig belohnt wurde. Es ist aber verständlich, denn immerhin ist ab der Seebodenalp bis in die Ruodisegg ein Fussmarsch von knapp einer halben Stunde zu bewältigen. So war eben dieser Marsch, bedingt durch das schlechte Wetter, nicht unbedingt das, was die Gäste angezogen hatte.
Was viele nicht wussten, war Toni Schulers Angebot mit dem «Rapid-Shuttle». In dieser Hinsicht müsste im Vorfeld des vierten Open Airs vielleicht etwas mehr geworben werden.
Bote der Urschweiz (Bruno Facchin)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

22.06.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/uVrX8V