Für Doris Fedrizzi sind Landschaften oder das Kommen und Gehen der Jahreszeiten die Inspirationen für ihre Bilder.
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Das Fotoprojekt «Fenster zur Welt» von Marie-Eve Hofmann-Marsy verdeutlicht den Konflikt, der entsteht, wenn Altes auf Neues trifft. Bilder Yasmin Jöhl
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Kunst & Design

Kunst, die Grenzen überwindet

In der Werkhalle 30A in Siebnen ist am Donnerstagabend eine Kunstausstellung mit 15 Künstlern eröffnet worden, die neue Impulse setzt und gegenseitiges Verständnis fördert.

Wenn Holzskulpturen neben Bronzeplastiken ausgestellt sind, wenn Fotografien und Filzstiftzeich-nungen in einem Raum Platz finden, wenn florale Kunst abstrakte Malerei nicht in den Schatten stellt, dann ist eine einzigartige Kunstausstellung entstanden. Und genau durch diese Einzigartigkeit besticht auch die Ausstellung in der Werkhalle 30A in Siebnen. So zeigen 15 Kunstschaffende mit ihren unterschiedlichen Werken nicht nur wie vielfältig Kunst sein kann, sondern dass diese auch Grenzen überwinden kann. Einerseits geografische Grenzen, da die Künstler aus vier Kantonen kommen. Andererseits geht es auch darum, ein gegenseitiges Verständnis zu entwickeln, sodass eben genau eine Ausstellung möglich wird, die verschiedene Stile kombiniert. «Es ist eine enorme Chance für die Künstler», würdigte Regierungsrat Michael Stähli die Arbeit der Kunstschaffenden an der Vernissage. Anstatt um Konkurrenz handle es sich hier nämlich um eine spannende Ergänzung,so Stähli weiter. Während sich beispielsweise die Holzskulptur «Kopfkino» von Thomas Hausenbaur mit den heutigen Abhängigkeiten der vernetzten Welt auseinandersetzt, verbindet die aus mehreren Bildern bestehende Installation «Gralssuche» von Margreth Ammann Neues und Bestehendes. Ebenfalls mit gegensätzlichen Paaren beschäftigt sich Flora Frommelt: Bei ihren Werken spielt die Polarität zwischen Schwarz und Weiss, dunkel und hell sowie Schatten und Licht eine wichtige Rolle.


Auseinandersetzung und Dialog


Ein Rundgang durch die Halle macht deutlich, welch enorme Bandbreite die Ausstellung bietet. Gleichermassen ist ein Ort entstanden, wo eine direkte Auseinandersetzung mit der Kunst und dem Künstler stattfinden kann, und somit neue Impulse setzt für die regionale Kunstszene. Wer nun neugierig geworden ist, hat noch bis zum 14. April die Möglichkeit, diese einzigartige Mischung an Kunstwerken mit eigenen Augen zu bestaunen. Ihre Werke sind in Siebnen zu sehen: Margreth Amman, Fredy Ambroschütz, Hedi K. Ernst/Stefan Ziörjen,Doris Fedrizzi,Flora Frommelt, Gian Gadient, Thomas Hausenbaur, Marie-Eve Hofmann-Marsy, Heidi Marty-Kessler, Massimo Milano, Eva Oertli, Karin Reichmuth/ROBO, Karl-Heinz Ritter und Martin-Arnold Rohr .


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Yasmin Jöhl

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

08.04.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/Q4GuJ8