Drei Diven und ihre düsteren Liebesgeständnisse begeisterten am Samstag auf der Bühne Fasson in Lachen. Bild Tanja Holzer.
Drei Diven und ihre düsteren Liebesgeständnisse begeisterten am Samstag auf der Bühne Fasson in Lachen. Bild Tanja Holzer.

Bühne

Affairengeflüster und Liebesgesang pur

Definitive Liebeswahrheit oder Beichte? Mit «Geständnis einer Diva» pendelte das Ensemble Miroir am Samstagabend auf der Bühne Fasson zwischen beidem.

Sie weiss nicht, zu wem sie gehört. Vielleicht gehört sie nur zu sich ganz allein. Klingt das Leben einer Diva nur nach Leichtigkeit und birgt in Wahrheit düstere Geheimnisse? Am Samstagabend standen gleich drei Diven auf der Bühne Fasson, im perfekten Look: elegant-freche Pagenschnitte zu Satinkostümen und High Heels. Basierend auf der Kurzgeschichte «Die Tricks der Diva» von Brigitte Kronauer entfalteten sich vor den Augen der Besucher einige Liebes- und Lebenslügen. Mit dem Gesang und den Texten von Annette Labusch, den Flötenklängen von Claire Genewein und dem Pianospiel von Stefi Spinas entpuppte sich «Geständnis einer Diva» als bunter, ironischer Liederabend. «Es gibt auf der Welt nicht nur den Einen», sprach die Diva aus Erfahrung und berichtete von sieben Affairen.

Anerkennender Applaus

Für Jean waren Frauen schöne Seelen, jedoch nur wenn sie in einem schönen Leib wohnten. Die drei Diven tranken Champagner auf seine Beerdigung. Der zweite war David und von Anfang an ein Missverständnis mit einer Spur zu biederen Playboy-Allüren. Der russische Prolet teilte gerne Essen, Haus und Frau. Peter vermochte innert Sekunden von Bett zu Bleistift wechseln, er war der Intellektuellste – und im Nachhinein erkannt, der Diva «bestes Stück». Mit einem Drang zur Grausamkeit wartete Henric als fünfter Liebhaber auf. Und am merkwürdigsten war es mit Toni. In seiner Gegenwart fühlte sich die Diva wie ausgepustet. Der junge Maler mit Raffinesse war das Schlusspünktchen. Nun musste der Whisky her. Liebesvergnügen oder Lebenslüge? Die Geständnisse der Diva ernteten einen wunderschönen, anerkennenden Applaus.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

22.02.2010

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schwyzkultur.ch/NjPDpN