Ein letztes Mal auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Das Lachner Chörli gab am Samstagabend im Zelt des Wiehnachtszaubers seine Abschiedsvorstellung. Bild Stefan Grüter
Ein letztes Mal auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Das Lachner Chörli gab am Samstagabend im Zelt des Wiehnachtszaubers seine Abschiedsvorstellung. Bild Stefan Grüter

Bühne

Ein Abschied, der eigentlich fast nicht sein darf

Nach 20 Jahren verabschiedete sich das Lachner Chörli mit einem Bombenfest im Lachner Wiehnachtszauber-Zelt aus der «Unterhaltungsszene Ausserschwyz».

Ihr Ziel war es nie, musikalische Spitzen-Bewertungen zu erzielen. Vielmehr wollten sie in den 20 Jahren ihres gemeinsamen Wirkens Spass und Unterhaltung verbreiten und nicht zuletzt die Freude am eigenen Tun ausgiebig ausleben. Das ist den neun Mannen – Kurt Anderhalden, Max Boschi, Eugen Gyr, Jost Hauser, Peter Heinrich, Guido Kälin, Markus Schuler, Walter Stählin und Bruno Wermuth – vom Lachner Chörli gelungen. Am Samstagabend war nach einem fast fünfstündigen Unterhaltungsprogramm im Zelt des Lachner Wiehnachtszaubers aber Schluss. Sie verabschiedeten sich aus der «Showszene Ausserschwyz».

Gastchor dabei

An fast 350 Anlässen waren sie aufgetreten und hatten das Publikum erheitert. Und beinahe ebenso viele Gäste, Freunde und Verwandte wurden am Samstagabend zur Abschiedsvorstellung eingeladen. Dabei präsentierten nicht nur die Gastgeber selbst ein eigens für diesen Abschiedsauftritt zusammengestelltes Programm, mit dem Engel-Chörli aus Appenzell konnten sie einen national anerkannten Chor verpflichten. Mit Appenzeller Schalk und mit ihren feinen Stimmen trugen sie nicht nur Lieder aus ihrer Heimat vor, sondern vermischten diese mit afrikanischen und rockigen Elementen. Durch den Abend führte ebenfalls mit viel Witz und Einfallsreichtum Bauchredner Roli Berner aus Arbon. Und schliesslich liess Martin Michel die 20-jährige Chörli-Geschichte Revue passieren, indem er öffentliche und interne Ereignisse «satirisch» aneinanderreihte, wobei vieles wohl der Wahrheit entsprach. Verwöhnt von Festwirtin Anny Spieser genossen die über 300 Gäste den Abend,und mancher tat sich schwer damit, dass das Lachner Chörli nun endgültig abgetreten ist. Ob vor oder hinter der Bühne auch Tränen flossen,liess sich bis Redaktionsschluss nicht feststellen.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (fan)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

23.11.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/nNQtaU