Das Berliner Galgentrio präsentierte am Samstag seine Weltpremiere auf der Bühne Fasson. Bild Tanja Holzer
Das Berliner Galgentrio präsentierte am Samstag seine Weltpremiere auf der Bühne Fasson. Bild Tanja Holzer

Bühne

Gestandenes Trio mit Bussiplan

Das Berliner Galgentrio feierte am Samstag auf der Bühne Fasson die Weltpremiere ihres neuen Programms «Männer geben Auskunft», präsentiert von der Kulturgruppe Begägnig am Sey.

«Unsere Weltpremiere war in Lachen» – für diese Aussage und einen perfekt humoristischen Abend reiste das Galgentrio am Samstag aus Berlin an und spielte sein neustes Programm «Männer geben Auskunft» erstmals überhaupt auf der Bühne Fasson. Einst hätten die Kerle auf den Bäumen gehockt, startete das Trio provokativ, «haben mit Kopf und Mund den Fortschritt geschaffen… Doch sind sie im Grunde immer noch die alten Affen.»

Publikum schnell für sich gewonnen

Frech, sprühend, wortgewandt und süffig gaben die drei Männer Auskunft über ihre Welt, über Frauengeschichten, Glück, Tango und Blues. Zum dritten Mal waren die drei geistreichen Berliner in Lachen zu Gast und gewannen ihr Publikum erneut bereits mit den ersten Sätzen und Tönen. Alte Liebe rostet nicht Das Gefühlsleben gestandener Männer, betört durch die Frauenbrust, Alkoholdunst und den ultimativen Blues, swingte durch den Abend. Mal melancholisch oder bissig, lässig und neckisch, und überhaupt, wie funktioniert der Bussiplan? Alte Liebe rostet nicht, wissen Nagel und Schraube aus eigener Erfahrung. Treue ist mit 70 nicht so schwer, doch was ist mit 20, bitte sehr? Bläschen machen unter Wasser, der Monolog in der Badewanne entbehrt jedes Hosensacks, und der dichterische Nikotinverzicht zieht in die Pause. Karrieren ziehen durch den Hintern, und immer wieder betört der Blues.

Lang, dick und dünn

«Ein Langer, ein Dicker und ein Dünner», beschreibt das Trio sich selbst. Der Schauspieler und Regisseur Jörg Kleinau (der Lange), der Musiker und Schauspieler Wolf- Dietrich Griep (der Dicke) sowie Komponist, Musiker und Schauspieler Wolf Butter (der Dünne) spielen sich seit 1995 von einem zum nächsten Erfolg. Ihre typische Berliner «Schnauze » pfeffert die gekonnt ausgewählten Texte zusätzlich. Die Weltpremiere ist auch heuer mehr als gelungen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

20.09.2010

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schwyzkultur.ch/EQ7Gqu