Sergio Sardella umschiffte alle sprachlichen Klippen in seinem eigenen «Schwiizitalienisch». Bild Kurt Kassel
Sergio Sardella umschiffte alle sprachlichen Klippen in seinem eigenen «Schwiizitalienisch». Bild Kurt Kassel

Bühne

Lachen lachte am Samstag herzhaft 1000 Meter lang

In Lachen hiess es am Samstag «1000 Meter lachen». Dabei zeigten diverse Komiker ihr Können und unterhielten das Publikum in der Seefeldhalle bestens.

Vor der Autobahnausfahrt steht auf der Tafel «Lachen 1000 Meter ». Und diese Tafel gab den Ausschlag zur Bezeichnung des Humor- Events, der bereits zum zweiten Mal in der Seefeldhalle in Lachen durchgeführt wurde. Das hiess 13 Stunden Arbeit für die Lachmuskeln. Während am Nachmittag die Kinder voll auf ihre Rechnung kamen, waren dann am Abend die Erwachsenen mit drei Shows an der Reihe.

Grosses Engagement

Schon beim Eintritt in die Comedywelt im Seefeld spürte man den Zauber und bemerkte das grosse Engagement der Veranstalter. Die Eintrittslounge lud zwischendurch zu einem Drink unter Freunden, und die technische Einrichtung lies in Bezug auf Sound oder Licht keine Wünsche offen. Die heimische Windmeier Event gab sich alle erdenkliche Mühe, den Anlass in Lachen zu einem festen Bestandteil des Lachner Kulturprogramms zu machen. Die nachmittägliche Märchenstunde war eine Märchenstunde der besonderen Art. Gab es doch nicht einfach ein bestehendes Märchen zu hören, sondern die Kinder gestalteten ihr Märchen selbst auf der Bühne. So entstanden die Figuren von König, Bettler, Narr, Magd, Vogel oder Baum. Stefan Schärli und Emanuela Häcki verstanden es, die Kinder aus der Reserve zu locken und sie zu kreativem Denken anzuregen.

Programm bis nach Mitternacht

Das Abendprogramm zog sich in drei Shows von 20 Uhr bis nach Mitternacht dahin. Viel Applaus erhielten die Gebrüder Philip und Iwan Kälin, zwei Märchler Urgesteine, die auch ihre ersten Schritte auf dem Cabaretparkett in der Region machten. Moderiert wurde das Lachprogramm von Stefan Schärli, der sich mit der Gruppe Marine One auch als witziger Comedien zeigte. Auch Patrick Degen, alias Pädy, ein Luzerner ohne Konzept, das er aber vom Anfang bis zum Ende überzeugt durchzieht und damit gefiel. Sergio Sardella, der Comedien mit südländischem Charme und Temperament, überwand danach gezielt in seinem eigenen «schwiizitalienischen » Dialekt alle sprachlichen Stolpersteine.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

29.10.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/VfkbjU