Überzeugte am Samstag in Lachen vor allem mit seiner Mimik und einer Menge Selbstironie: Kabarettist Marco Rima.
Überzeugte am Samstag in Lachen vor allem mit seiner Mimik und einer Menge Selbstironie: Kabarettist Marco Rima.

Bühne

Rima hatte Publikum auf seiner Seite

Am Samstag war Das Zelt in Lachen bis auf den letzten Platz besetzt, als Kabarettist Marco Rima die besten Nummern seiner Karriere noch einmal aufleben liess.

«Es ist ein Privileg, Leute zum Lachen bringen zu können. Vor allem in Lachen, denn hier ist man ja sonst nur zum Schnaufen.» Bereits zu Beginn holte Marco Rima am Samstag das Publikum in Das Zelt mit gelungenen Pointen ab. In seinem Programm «Just for fun» gräbt er in seiner Schatzkiste aus 37 Jahren Bühnenerfahrung und zeigt noch einmal seine besten und bekanntesten Nummern. Rima überzeugt dabei hauptsächlich wieder einmal mit seiner Schauspielkunst, bei der vor allem seine Mimik und unterschiedlichen Stimmen herausragten.


Geschichten aus dem Alltag eines Kabarettisten


Immer wieder blickte Marco Rima auch auf sein Leben und seine Karriere zurück. «Früher war alles ein bisschen besser» war dabei der rote Faden – dies jedoch mit einer Portion Sarkasmus. Mit Alltagsgeschichten übers Eheleben, das Älterwerden und sein Körpergewicht – wobei er sich selbst ziemlich auf die Schippe nahm – überzeugte der Kabarettist. Aber auch seine klassischen Nummern wie die Inszenierungen des «Erlkönig» von Johann Wolfgang von Goethe oder Friedrich Schillers Drama «Wilhelm Tell» durften bei der Show nicht fehlen. Und wer Marco Rima kennt, wusste, dass auch die eine oder andere Gesangseinlage drin lag.


Programm angepasst


Als krönender Abschluss schlüpfte Rima in der Zugabe in die Rolle von Märchenerzählerin Trudi Gerster – oder wie er sie nannte, «Fudi vo Gester». Auf einem Rollator sitzend, erzählte der 56-Jährige zwei Märchen, die sich in den Bezirken March und Höfe abspielten. So gab es in Pfäffikon kurzerhand einen Kaiser mit Schloss in Siebnen und seiner Frau, «de dumme Zwetschge», aus Reichenburg. Mit solch frechen Sprüchen, die auch das eine oder andere Mal unter die Gürtellinie gingen, zauberte er doch einigen Zuschauern Tränchen in die Augen. Genau für diesen ehrlichen Humor scheinen seine Fans ihn zu lieben. Denn es war beinahe am lustigsten, als Rima (des Öfteren) abschweifte und spontane, lustige Sprüche raushaute.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Jamina Straub

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

13.03.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/J8RhTt