Birgit Steinegger alias Frau Iseli war nicht nur lustig, sondern auch tiefgründig. Bild Kurt Kassel
Birgit Steinegger alias Frau Iseli war nicht nur lustig, sondern auch tiefgründig. Bild Kurt Kassel

Bühne

Tolle Comedy, Satire und Parodie

Bereits seit fünf Jahren ist der Comedy Club jedes Jahr in neuer Besetzung unterwegs und verbindet komödiantisches Kabarett mit einem Schuss Satire zu einem Feuerwerk der Unterhaltung. In diesem Jahr standen im grossen Zelt in Lachen am See unter anderem Birgit Steinegger, AndreasThiel und Margrit Bornet auf der Bühne.

Das Konzept des Comedy Clubs ist einfach, aber erfolgreich: Künstler aus ganz unterschiedlichen Sparten der Comedy zeigen Ausschnitte aus ihren aktuellen Programmen und bieten den Zuschauern damit ein Feuerwerk der Unterhaltung. Das Zelt in der Seeanlage Lachen, das 1037 Plätze aufweist, war am vergangenen Donnerstag, als der Comedy Club zu Gast war, fast bis auf den letzten Stuhl besetzt. Schon im grosszügigen Foyer trafen sich die Gäste zum Apéro und verbreiteten eine gute Stimmung.

Michael Elsener's Stärken

Michael Elsener, der durch den Abend führte und zeigen konnte, dass Parodien nicht seine einzigen Stärken sind, braucht man kaum mehr vorzustellen, ist der studierte Politikwissenschaftler doch im Fernsehen immer wieder mit seinen einmaligen Parodien zu sehen. Er führte mit viel Humor durchs Programm, und dabei kamen immer wieder Personen wie Roger Federer, Kurt Aeschbacher, Mike Shiva, Bligg, Klibys Caroline oder unsere Bundesräte zum Zug. Im Gespräch, das Elsener mit der «Blick»-Sexberaterin Caroline Fux führte, gab er sich Mühe, dieses Thema nicht todernst anzugehen, sondern auch hier den Humor spielen zu lassen.

Humor mit Körnchen Wahrheit

Bei den Parodien zu Hause ist auch Birgit Steinegger, die unter anderem mit ihrer Rolle als Frau Iseli bekannt geworden ist. Die wohl berühmteste Hausfrau der Schweiz nimmt kein Blatt vor den Mund, und vor ihr ist keiner sicher – egal, ob er ausWirtschaft, Kultur oder Politik kommt. Mit ihrer einmaligen, unverblümtenArt brachte sie das Publikum zum Lachen, wobei oft ein Körnchen Wahrheit durchschien. Zum Beispiel, wenn sie feststellte, dass 90 Prozent der Computerprobleme vor dem Computer sitzen.

Schwierigkeiten

Margrit Bornet zeigte in ihrem Auftritt, wie schwierig es sein kann, einen Mann zu finden. Mit ihrem verspannten, aber resolut-soziologischen Scharfblick und beissendem Sprachwitz zeigte sie Tiefsinn, Komik und Ironie.

Das Geheimnis der Frisur

Andreas Thiel, der Schweiz grösster Satiriker mit der Irokesenfrisur, ist ein ein Künstler, der tabulos schwarzen Humor und politische Poesie zu einem Ganzen verarbeiten kann. Sein Spiel mit der Sprache stiftete oft zum Nachdenken an. Er verriet den Besuchern zudem das Geheimnis seiner Frisur. Diese sei also wirklich echt und nicht etwa aufgeklebt. «Nur beim Schlafen ist es manchmal schwierig, weil ich auf der Seite liegen muss. Und am Morgen gibt es viel Arbeit mit der Haarbürste und dem Haargel», erklärte er dem Publikum.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

31.03.2014

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schwyzkultur.ch/HssiXH