Die Obersee-Center-Stele: «Sie berichtet über geschichtliche Hintergründe der Industriealisierung», sagt Pit Marty. Bild Johanna Mächler
Die Obersee-Center-Stele: «Sie berichtet über geschichtliche Hintergründe der Industriealisierung», sagt Pit Marty. Bild Johanna Mächler

Dies & Das

Lachner Geschichte unter die Leute bringen

Fünf Glasstelen an ausgewählten Standorten werden ab nächstem Frühling vieles über die Lachner Dorfgeschichte erzählen.

«Eigentlich beinhaltet das Projekt Stelen zwei Vorhaben: das Erstellen von fünf Stelen an historischen Plätzen in Lachen und das Projekt Faltprospekt», sagt Pit Marty, Gemeindepräsident von Lachen. Die Idee stamme ursprünglich von zäme-Lachen, nun setze die Kulturkommission das Vorhaben um.

Fünf Stelen mit Geschichte

Auf den fünf Stelen werden mithilfe von Text und Bild geschichtliche Ereignisse des jeweiligen Standorts vermittelt. Die rund zwei Meter hohen und 70 Zentimeter breiten Stelen aus bruchsicherem Spezialglas werden auf dem Seeplatz, beim Rathaus, bei der katholischen Kirche, beim Kreuzplatz und beim Obersee Center zu stehen kommen. Beim Seeplatz werden der Hafen und der Marktplatz erklärt, beim Rathaus dessen Funktion und Bedeutung, bei der Kirche die Kirchengeschichte, das Geläut und die barocke Bauart, beim Kreuzplatz der Marienbrunnen und beim Obersee Center die Entwicklung der Industriealisierung. Die Finanzierung von 30 000 Fr. wurde vom Gemeinderat ins Budget aufgenommen unter der Bedingung, dass Sponsoren gesucht werden, die sich pro Stele mit 5000 Fr. beteiligen. Bis dato konnten der Verkehrsverein Lachen (Stele Seeplatz) und der Bezirk March (Stele Rathaus) als Sponsoren gewonnen werden. Eine weitere Zusage ist auf gutem Weg, zwei Sponsorengesuche sind hängig.

Für Einheimische und Touristen

«Die Stelen sollen für Einheimische und Tagestouristen eine gezielte Information werden», so Marty. «Bisher war in unserem Dorf solches kaum vorhanden. In einem weiteren Schritt können die Stelen in Dorfführungen eingebaut werden.» Dafür sei grosses Interesse vorhanden (siehe Kasten). Das Projekt «Faltprospekt» dient dazu, die Stelen bekannt zu machen. Rund 5000 handliche Faltprospekte sollen gedruckt, davon 3500 in alle Haushaltungen von Lachen verteilt und die restlichen für Tagestouristen aufgelegt werden. Für die Beschriftungen der Projekte konnte Kaspar Michel junior gewonnen werden. Weitere Projekte möglich «Im Frühling möchten wir die Stelen setzen lassen und sie anschliessend in sämtliche historische Dorfaktivitäten einbeziehen, beispielsweise auch in die 1.-August-Feier», so Marty. «Zudem wurde von kirchlicher Seite der Wunsch geäussert, auch bei der Kapelle eine Stele zu errichten.» Natürlich würden dafür weitere Sponsoren gesucht. Wer dieses oder allenfalls ein weiteres Stelenprojekt vorschlagen und unterstützen möchte, melde sich bei Pit Marty.

Dorfführungen

«Wer Lachen einmal näher gesehen hat, kommt wieder», ist Pit Marty überzeugt. «Wir haben hier ein Potenzial an Geschichte, das im Moment nur von wenigen Personen weitervermittelt wird. Es geht der Gemeinde darum, langfristig und konzeptionell Dorfführungen anbieten zu können.» Marty stellt sich unter anderem vor, dass Gruppen, die zu einem gewissen Zweck in Lachen sind, beispielsweise Delegierte oder Seminarteilnehmer, gratis Führungen angeboten würden. Auch dies wäre ein Beitrag zum Tagestourismus. Entsprechend müsste eine Internet- oder Vereinsplattform gefördert werden, die dieses Angebot kommuniziert und umsetzt.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

22.10.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/8FkYKE