Marchring-Präsident Jürg Wyrsch überreichte dem neuen Vizepräsidenten Michael Marty (links) ein kleines Begrüssungsgeschenk. Bild Lilo Etter
Marchring-Präsident Jürg Wyrsch überreichte dem neuen Vizepräsidenten Michael Marty (links) ein kleines Begrüssungsgeschenk. Bild Lilo Etter

Dies & Das

Spuren am Kirchenschatz

Kunstvoll gefertigte Monstranzen, Kännchen und Tabletts waren in den katholischen Kirchen oft über Jahrhunderte in Gebrauch. Auf die Spuren, welche dies hinterliess, und wie die einzelnen Preziosen zeitlich einzuordnen sind, ging Hanspeter Lanz anlässlich der GV des Marchrings genauer ein.

Der Saal im Pfarreiheim Gerbi war am Freitagabend bis auf den letzten Platz besetzt, als Hanspeter Lanz vom Landesmuseum Zürich mit seinen Ausführungen begann. Chronologisch, vom ältesten zum jüngsten Stück, stellte er mit Fotos Kostbarkeiten aus dem Kirchenschatz der Pfarrkirche in Lachen vor und wies besonders auf filigrane Details hin wie Teile von Wappen oder Verzierungen. Zur Einordnung machte er Vergleiche zu ähnlich gestalteten Kreuzen oder Monstranzen, die in derselben Zeit in Rapperswil oder Nürnberg gefertigt worden waren. Und er legte sein Augenmerk auf das, wie er es nannte, subtile Spiel zwischen Silber und vergoldetem Silber. Beispielhaft zu sehen war dies auf dem achtpassigen Fuss einer Monstranz von 1625 – dem ältesten Stück, das am Abend zu bestaunen war – auf dem das vergoldete Silber weiter in den Schaft hinauf reichte.

Wenig weltliches Silber

Bei einem Wasserkännchen aus den 1630-er Jahren machte Lanz deutlich, dass hier rund 100 Jahre später der Fuss ersetzt wurde. Wohl, weil er durch den Gebrauch über lange Zeit beschädigt gewesen sei. Auch den Wandel der stilistischen Formen sprach er an, wie etwa die naturalistischere Darstellung von Pflanzen bis 1667. Mit der Bemerkung, aus der March sei wenig weltliches Silber vorhanden, zeigte er einige Beispiele und rief die Anwesenden dazu auf, im eigenen Haushalt nach alten Pokalen, Bechern, Salzgefässen oder altem Besteck aus Silber zu suchen.

Spitzenjahr für Marchmuseum

In seinem Jahresbericht konnte Präsident Jürg Wyrsch an seiner 20. Generalversammlung auf ein erfolgreiches Jahr mit mehreren Ausstellungen und Vorträgen zurückblicken. Als Schwachpunkt bezeichnete er die schwindende Mitgliederzahl. «Mit 579 Mitgliedern sind wir unter die Grenze von 600 gesunken.» Hingegen bezeichnete Brigitte Diethelm, Präsidentin Museumskommission, das ablaufende Jahr für das Museum Rempen mit über 700 Eintritten als Spitzenjahr. Für den zurücktretenden Vizepräsidenten Hans Schenk wurde Michael Marty, Lachen, als Nachfolger gewählt. Brigitte Diethelm wurde für weitere drei Jahre bestätigt.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

09.11.2009

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schwyzkultur.ch/asH7nM