Accento musicale mit (v. l.) Donat Nussbaumer, Meinrad Küchler, Lorenz Küchler, Severin Suter und Urs Bamert überraschte mit Beatles-Themen von Sean Osborn. Bild Paul A. Good o
Accento musicale mit (v. l.) Donat Nussbaumer, Meinrad Küchler, Lorenz Küchler, Severin Suter und Urs Bamert überraschte mit Beatles-Themen von Sean Osborn. Bild Paul A. Good o

Musik

Ein Konzert der Gegensätze

Das Ensemble Accento musicale spielte in Lachen Werke von Beethoven-Zeitgenosse Andreas Romberg sowie eher unbekannte Beatles-Themen von Sean Osborn.

Dank des Umstandes, dass das Kammer-Ensemble Accento musicale mit seiner kleinen Besetzung eine musikalische Nische abdeckt,ist es in der immer noch latenten Pandemie-Situation in der Lage, wieder gemeinsam vor Publikum zu musizieren – natürlich unter strikter Einhaltung von Abstandsund Hygienevorschriften. Am Sonntagabend überraschte das Orchester in der Besetzung Donat Nussbaumer (Violine), Meinrad Küchler (Violine), Lorenz Küchler (Viola), Severin Suter (Violoncello) und Urs Bamert (Klarinette) mit einem Konzert der musikalischen Gegensätze. Als erstes stand das Quintett Es-Dur op. 57 für Streicher und Klarinette von Andreas Romberg auf dem Programm. Romberg war in jüngeren Jahren zeitweilig Weggefährte von Beethoven. Das viersätzige Quintett schrieb er 1818. Schon der erste Satz, das Allegro, zeigte auf, wie gut die fünf Musiker harmonieren; klanglich ausgeglichen und technisch brillant. Als krasser Gegensatz zur Musik aus dem 18. Jahrhundert folgte ein Quintett für Klarinette und Streicher mit Themen der Beatles, komponiert vom Amerikaner Sean Osborn, einem ehemaligen Klarinettisten des Metropolitan Opera Orchestra.

Weniger bekannte Beatles-Melodien


In diesem Werk kommen eher weniger bekannte Songs der Beatles zum Zug. Es begann mit «For Eleanor» aus dem Film «Yellow Submarine», gefolgt von «Mother Julia Will», ein Lied, das John Lennon, wie er in einem Interview 1980 bestätigte, für seine Mutter Julia und Yoko Ono geschrieben hatte. Das Thema «Chaos» machte seinem Namen alle Ehre. Die zeitweise atonal klingende Komposition erinnerte ein wenig an Schönberg und stellte hohe Anforderungen an die Musiker, die brillant gemeistert wurden. «Love Sunshine» lehnt sich an den bekannten Song «Good Day Sunshine» an. Mit «Because the End», dem letzten Lied, das für das Album «Abbey Road» produziert wurde, beendeten die fünf Musiker ein interessantes und musikalisch abwechslungsreiches Konzert auf hohem Niveau. Der anhaltende Applaus wurde mit dem bekannten Titel «Yesterday» belohnt. Aufgrund der grossen Nachfrage spielte Accento musicale am selben Abend das Programm noch ein zweites Mal.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Paul A. Good

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

01.09.2020

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schwyzkultur.ch/K6ScbB