Michaela Büchi war schon immer von Schmetterlingen fasziniert. In ihren Kunstwerken lässt sie die filigranen Geschöpfe aufleben.  Bild Michèle Fasler
Michaela Büchi war schon immer von Schmetterlingen fasziniert. In ihren Kunstwerken lässt sie die filigranen Geschöpfe aufleben. Bild Michèle Fasler

Kunst & Design

«Meine Bilder platzen vor Emotionen»

Künstlerin Michaela Büchi aus Lachen kreiert 3D-Bilder mit Abertausenden von Schmetterlingen. Die 34-Jährige steckt viel Herzblut in ihre Werke – und noch mehr Geduld.

mit Michaela Büchi sprach Michèle Fasler

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Ich habe mir schon immer jeden Farbstift gekrallt, den ich in die Finger kriegen konnte (lacht). Nein, im ernst. Ich hatte in der Oberstufe einen tollen Lehrer, der meine Kreativität sehr gefördert hat. Er hat mich immer darin bestärkt, dass ich etwas kann. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar.

Sie malen Porträts, Tierbilder, Landschaften und erschaffen auch abstrakte Werke.Doch ins Auge stechen vor allem Ihre 3D-Schmetterlingsbilder. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Ich habe in Deutschland Papierschmetterlinge zum Basteln entdeckt, das hat mich inspiriert. Ich wusste, damit kann ich etwas machen. Eines Tages explodiert mein Kopf vor lauter Ideen (lacht).

Weshalb ausgerechnet Schmetterlinge? Was verbinden Sie mit diesen Tieren?

Ich bewundere ihre Farben. Ein Zitronenfalter beispielsweise ist doch wunderschön. Ich mag auch, dass sich Schmetterlinge entfalten können. Und sie sind frei. Das möchte ich mit meinen Bildern vermitteln. Diese Wärme und Leichtigkeit. Und vor allem die prächtigen Farben.

Wie viele Schmetterlinge platzieren Sie auf einem Bild?

Puh, das kann ich fast nicht zählen. Je nach Grösse der Leinwand sind es mehr als 1000 Stück.

Schneiden Sie die Schmetterlinge alle von Hand aus?

Am Anfang habe ich das tatsächlich gemacht. Nach dem zigtausendsten Schmetterling habe ich aber gemerkt, dass ich langsam plemplem werde. Nun habe ich mir im Bastelbedarf eine Stanzkurbelmaschine gekauft. Jetzt komme ich mit der Produktion schneller vorwärts. Trotzdem bleibt es eine «Heidenbüez».

Wie lange arbeiten Sie an einem Bild?

Drei bis vier Tage an einem kleinen, mehr als eine Woche an einem grossen. Ich brauche Ruhe und Gelassenheit für meine Arbeit. Und ich bin eine Perfektionistin. Ich stehe immer wieder vor das Bild hin und frage mich, ob noch etwas fehlt. Und ich höre erst auf, wenn für mich alles stimmt.

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Kunstwerke?

Aus der Natur und ihren Farben. Beim Spazieren zum Beispiel habe ich plötzlich eine Idee im Kopf, eine Wunschvorstellung, wie das Bild aussehen soll. Ich investiere viel Leidenschaft und Herzblut in meine Kunst. Meine Bilder platzen vor Emotionen.

Planen Sie eine Ausstellung?

Ja, meine Bilder werden schon bald in Spitälern und Arztpraxen der Region zu sehen sein,was mich sehr freut und mit Stolz erfüllt. Ich bin glücklich, wenn ich den Leuten mit meinen Bildern eine Freude machen kann.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Ich brüte bereits die nächste Idee aus (schmunzelt). Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich plane,mit Rosen zu arbeiten.Selbstverständlich auch in 3D.

Weitere Infos unter www.art-talent.ch

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Michèle Fasler)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

14.07.2016

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schwyzkultur.ch/52fW4v