Künstler Max Schilling setzt sich in seinen vor Kurzem entstandenen Bleistiftzeichnungen mit dem Alter auseinander. Bild Jasmine Helbling
Künstler Max Schilling setzt sich in seinen vor Kurzem entstandenen Bleistiftzeichnungen mit dem Alter auseinander. Bild Jasmine Helbling

Kunst & Design

«Und am Schluss sind alle vier Hände im Farbtopf»

Am Freitagabend präsentierte der Künstler Max Schilling in den Räumlichkeiten des Creativ-Centers der Pro Senectute Lachen seine Bilder zu verschiedenen Themen wie van Gogh oder dem Alter. Im März leitet er eine Kreativwerkstatt für Grosseltern und Enkel.

Grüne Seen, violette Berge, gelbe Wiesen – dass bei den farbenfrohen Bildern des Künstlers Max Schilling so mancher an den holländischen Post-Impressionisten Vincent van Gogh erinnert wird, ist kein Zufall. Seit ihn eine Kunstlehrerin mit dem Maler verglichen hat, eifert Schilling seinem Idol nach. Ausgestellt in einem ersten Raum des Creativ-Centers kann man beispielsweise Schillings Interpretation der «Brücke bei Arles» (1888) bestaunen, welche den Farben des Künstlers zwar treu bleibt, anstelle einer Brücke aber eine Schleuse darstellt, welcher Schilling auf einer Reise nach Nidervillen (FR) begegnet ist.

Eigenes Flair

Obwohl die Farben wie aus dem Topf des Holländers geschöpft scheinen, sind Schillings Werke nie ohne eigenes Flair und fallen auch durch die selbst gemachten Rahmen, oft mehrere Kilo schwer und mit dem Bild verschweisst, auf. Ein anderes Ölbild stellt van Gogh auf seinem letzten Lebensweg, kurz vor dem selbstgewählten Tod im Freien, dar. Mit Rucksack, Hut und Schirm läuft er der Sonne in schleppendem Gang entgegen.

Mit Enkeln Hemmungen abbauen

In einem zweiten Raum setzen sich Schillings Werke mit dem Alter auseinander. In vor Kurzem entstandenen Bleistiftzeichnungen stehen sich Jugend und Alter gegenüber und auch in Gedichten behandelt der gebürtige Siebner das eigene Alter ehrlich und selbstreflexiv. Ein letzter Raum ist schliesslich dem Collagekurs für Grosseltern und ihren Enkeln gewidmet, den die Pro Senectute gemeinsam mit Schilling im März veranstaltet. Stellenleiter Franz Dietsche ist sich sicher, dass der aufgestellte Künstler optimal motivieren kann, und auch Schilling schliesst sich an: «Man muss sich nur trauen! Kinder können dem Grosi helfen, Hemmungen abzubauen. Am Schluss sind alle vier Hände im Farbtopf».

Wessen Interesse geweckt ist, der hat noch bis Anfang März Zeit, sich unter www.sz.pro-senectute.ch oder Tel. 055 442 65 55 anzumelden.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

16.01.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/edVD94