Die beiden Krimiautoren Roger Strub und Silvia Götschi sorgten in Lachen für Hochspannung. Bild Tanja Holzer
Die beiden Krimiautoren Roger Strub und Silvia Götschi sorgten in Lachen für Hochspannung. Bild Tanja Holzer

Literatur

Lachen–Frankfurt mörderisch gut

Inszeniert als Zugreise lasen am Freitagabend die Autoren Silvia Götschi und Roger Strub aus ihren neusten Krimis – ein packendes Hörerlebnis.

Morde in Lachen, brutale literarische – der Freitagabend bot in der Bühne Fasson ein kriminell gutes Lauschvergnügen. Die Mediothek Lachen hatte die beiden Schweizer Autoren Silvia Götschi und Roger Strub geladen. Inszeniert als Zugfahrt an die Frankfurter Buchmesse, lasen die beiden aus ihren neusten Büchern.

Drei Morde in einem Monat

Die Koffer waren verstaut, das erste «Hallo» ausgetauscht, das Netbook gestartet und der ICE rollte an. Götschi stieg ein in das Buch «Engelfinger ». Drei Morde innerhalb eines Monats und ein weiterer, der bereits neue Fragen aufwarf – das war zu viel für Luzern. «Ein Gemetzel wie bei der Inquisition », befand Ermittler Thomas Kramer. Gekreuzigt wurde mit 100er- Nägeln und doch führten die Spuren in ein Buddhismus-Center, dass durch den letzten Mord ein Vermögen geerbt hatte. Time Out: Strub ging auf das Eisenbahnklo und Götschi blätterte in der Zeitung: «Die Zeitung ist voll von Mord und Totschlag, dafür braucht man kein Buch zu schreiben.» Doch, literarische Krimis erzeugen eine ganz andere Art von Gänsehaut. Strubs Geschichte «Tödliche Punkte» stieg auf dem Amazonas in Peru ein. Exotische Bilder entstanden, wie Ureinwohner ritualartig die Paste für ihre Giftpfeile anrührten. Ein namenloser Tourist kaufte ein, und schon bald starben ausländische Jugendliche in Biel an dem erbarmungslos schnell wirkenden Gift. Die frisch gebackene selbständige Privatdetektivin Lena Bellmann stand vor ihrem fünften Fall.

Schlüsselstellen

Zum Abschluss des Abends lasen die zwei Autoren Schlüsselstellen aus ihren Krimis. Götschis Geschichte legte in der Action nochmals einen Zacken zu und gab eine wahre Hinrichtung preis. Eine weitere, brutale Kreuzigung wurde begangen. Und was hatte Facebook mit dem peruanischen Giftcocktail zu tun? Strub lockte mit seiner Schlüsselszene tiefer in den giftigen Morddschungel, der mitten in der heutigen Jugendszene erbarmungslose Wurzeln trieb. Die Frankfurter Skyline tauchte auf. Die Zugfahrt fand ein Ende, doch der Ausgang der Geschichten blieb selbstverständlich unverraten. «Engelfinger » von Silvia Götschi und «Tödliche Punkte» von Roger Strub sind im Buchhandel erhältlich.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt / Tanja Holzer

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

03.10.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/fqsMsL