Martina Clavadetscher las dem Publikum aus «Sammler» vor und erklärte das Geheimnis der Lyrik.
Martina Clavadetscher las dem Publikum aus «Sammler» vor und erklärte das Geheimnis der Lyrik.

Literatur

Martina Clavadetscher und das Geheimnis der Lyrik

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung der Mediothek Lachen las Martina Clavadetscher aus «Sammler» vor und erklärte ihre Faszination für Lyrik.

Zack, da ist sie. Tasche auf den Tisch, Bücher raus,noch einen Schluck Wasser und Martina Clavadetscher ist bereit für die Lesung. Die Autorin des Buches «Sammler» zögert nichts heraus. Auch nicht beim Lesen. Kapitel 1, Seite 1, legt sie los. Die Geschichte, die sie erzählt, handelt von einer jungen Kulturjournalistin, die in einem Antiquariat einen Gedichtband findet, der voller Notizen und Post-it-Zettel ist. Sie will den Besitzer finden. Doch das ist gar nicht so einfach wie gedacht.

Sammeln aus Leidenschaft

Das Sammeln (wie der Titel ihres neuen Buches bereits verrät) spielt in ihrem Buch eine wichtige Rolle. Aber wie steht Clavadetscher selber dazu? «Früher sammelte ich vieles, einfach um des Sammelns Willen. Und weil ich schlecht im Wegschmeissen bin … Doch heute sind es hauptsächlich Bücher, die sich bei mir stapeln», gibt die Autorin zu. Doch Clavadetscher begrenzte sich an diesem Abend nicht nur auf ihr Erstlingswerk «Sammler». Sie packte auch alte Brunner Sagen aus, las aus ihrem neusten, aber noch nicht veröffentlichten Werk vor – und natürlich aus ihrer Gedichtsammlung, die sie anlässlich einer Ausstellung angefertigt hatte. Allerdings mit einer etwas speziellen Methode. Sie zerschnitt ihr Buch in seine Bestandteile – Wörter – und setzte sie zu einem Gedicht neu zusammen.

Das «Wunder» Lyrik

Doch nicht nur bei der Arbeit selber experimentiert sie gerne herum. Von Theater über Film bis hin zu Radio, ist sie überall anzutreffen. Trotz dieser Vielschichtigkeit hat Martina Clavadetscher einen klaren «Lieblingsbereich»: Die Lyrik. Wieso eigentlich? «Lyrik ist wie ein Geheimnis, der Text ist chiffriert und muss erst entschlüsselt werden. Und er sagt jedem, je nach Situation, etwas ganz anderes», erklärt Martina Clavadetscher ihre Faszination für Gedichte. Und sie gab dem Publikum noch etwas bezüglich der Lyrik mit auf den Weg: «Wer keine Zeit hat, der liest Lyrik.»

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Christina Teuber)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

15.05.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/TXTGYN