Hanspeter Müller-Drossaart begeistert mit seinem lyrischen Talent die Zuhörer. Bild Katharina Gresch
Hanspeter Müller-Drossaart begeistert mit seinem lyrischen Talent die Zuhörer. Bild Katharina Gresch

Literatur

«Vertrilleti woortrederli» in Lachen

Poetischer Abend mit dem Schweizer Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart in der Bühne Fasson.

Der international bekannte Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart hielt am Donnerstagabend eine Lesung in Lachen. Viele Literaturfreunde haben sich in der Bühne Fasson eingefunden, um ihm beim Vortragen von Lyrik zuzuhören.

Verfrühtes Weihnachtsgeschenk

Erfreut begrüsste Franz-Xaver Risi von der Mediathek Lachen, welche den Anlass organisiert hat, Müller-Drossaart. Für ihn sei die Lesung wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, meinte Risi und übergab Müller-Drossaart das Wort. Dieser hatte das zahlreich erschienene Publikum vom ersten Satz an im Bann und zeigte die Vielfalt von Sprache auf. Sein erstes rezitiertes Gedicht war ein englisches Liebesgedicht von Shakespeare. Über Englisch gelangte er zu Hochdeutsch und schliesslich zu Schweizerdeutsch.

Den Dialekt gewechselt

Doch Schweizerdeutsch ist nicht gleich Schweizerdeutsch, und so wechselte Müller-Drossaart von Gedicht zu Gedicht den Dialekt und stellte auch sein schauspielerisches Talent unter Beweis. Unter den Gedichten waren Werke von verschiedenen Schweizer Autoren dabei. Nach Lyrik aus dem Wallis oder der Ostschweiz leitete Müller-Drossaart zu seinen eigenen Texten über. «Zittrigi fäkke» ist der Titel seines Gedichtbandes in Obwaldner Mundart. Aus diesem las er dann schliesslich in seinem eigenen Dialekt, dem Obwaldnerischen, ausgewählte Gedichte vor. Viele dieser Gedichte brachten die Zuhörer zum Lachen, es gab aber auch nachdenklichere Poesie über Sterben oder den Tod. Dank Müller-Drossaart konnten die Besucher der Lesung einen kurzweiligen,amüsanten und gedankenvollen Abend geniessen.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Katharina Gresch)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

05.12.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/cBEmEY