Weihnachtsgefühle beim «Stille Nacht»: (v. l.) Sabrina Sauder, Bauchredner Roli Berner, Maja Brunner, Geschäftsführer Erich Brandenberger, Linda Fäh und Frank Tender. Bild Irene Lustenberger
Weihnachtsgefühle beim «Stille Nacht»: (v. l.) Sabrina Sauder, Bauchredner Roli Berner, Maja Brunner, Geschäftsführer Erich Brandenberger, Linda Fäh und Frank Tender. Bild Irene Lustenberger

Musik

«Musik war schön, aber die Lage schwierig»

Der Wiehnachtszauber in Lachen hat erstmals unter der Organisation von Erich Brandenberger stattgefunden. Er sagt, das Programm und die Verkaufszahlen waren gut, aber die Umsetzung des Events sei schwierig gewesen.

Vom 24. November bis am 19. Dezember waren wir gut besetzt, ab dem 20. Dezember war dann fertig mit Reservationen », sagt Erich Brandenberger über den Wiehnachtszauber. «Das lag an den neuen Corona-Massnahmen des Bundes, die wir umsetzen mussten.» Heisst, dass bis zum 20. Dezember der Einlass ins Zelt am Hafen in Lachen mit 3G gewährt wurde – geimpft, genesen oder getestet. Dann aber kam die 2G-Regel, einzig auf Basis eines Tests kam niemand mehr rein. Diese Verschärfung der Massnahmen habe dazu geführt, dass Buchungen ausblieben. «Wir haben aber bis am 23. Dezember gespielt und dann die Vorstellungen zwischen Weihnachten bis vor Silvester eingestellt. Die Silvesterfeier hingegen hat stattgefunden.»

Tendenz zu Absagen nahm zu


Trotz der erschwerten Bedingungen – das Konsumieren war ab 20. Dezember nur noch sitzend erlaubt – kann Brandenberger grundsätzlich zufrieden sein: «Das Programm war super, die Musik und das Ambiente wahnsinnig schön. Aber wir müssen auch sagen, dass die Pandemierestriktionen manchmal das Ambiente etwas belastet haben. Es war schwierig.» Zudem hätten etliche Gäste versucht, ihre Buchung rückgängig zu machen. «Wir mussten oft erklären, dass das Ticket, ähnlich wie bei einem Fussballmatch oder einem Konzert, nicht rückerstattet wird, wenn man es sich anders überlegt und nicht dabei sein will.»

Unsicherheit spürbar


Teil des Problems ortet Brandenberger in der ablehnenden Impfhaltung, für die der Kanton Schwyz bekannt ist. «Der Kanton Schwyz gehört zu jenen Kantonen in der Schweiz mit der tiefsten Impfquote.» Aber auch in der unsicheren Lage, «da man nie genau gewusst hat, was nun morgen gilt». Immerhin konnten die Sänger und Artisten an 30 Abenden auftreten, das Schreckensszenario der vergangenen Saison, als man vor Beginn alles absagen musste, habe sich glücklicherweise nicht wiederholt.

«Blaues Auge» davongetragen


Alles in allem ist das Team um Brandenberger letztlich mit «einem blauen Auge» davongekommen: «Wir schreiben voraussichtlich eine schwarze Null», worüber er schon mal froh ist. Leider könne man mit diesem Ergebnis, das noch nicht fix vorliege, aber «nichts auf die Seite legen und auch keine Investitionen tätigen».

Programm grosse Klasse


Weiter sehr erfreulich nebst dem tollen Programm mit Musik und Show von Maja Brunner, Linda Fäh, Frank Tender, Sabrina Sauder, Philipp Mettlers Wiehnachtszauber- Sextett und Bauchredner Roli Berner sei auch das Kulinarische der Muota-Metzg-Mettler AG aus Muotathal gewesen. Organisator Erich Brandenberger äussert sich ebenfalls positiv über die Zusammenarbeit mit den Behörden. «Auf dem Land redet man noch mit den Menschen. Vieles ist dadurch unkomplizierter», sagt der Zürcher aus Thalwil, der bereits mit dem Wiehnachtszauber 2022 beschäftigt ist. Die Pläne dazu sind allerdings noch nicht spruchreif.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Johanna Mächler

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.01.2022

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