Konzentriert und mit Leidenschaft bei der Sache: Die Sänger des Männerchors Pfäffikon am Etzel. Bild Verena Blattmann
Konzentriert und mit Leidenschaft bei der Sache: Die Sänger des Männerchors Pfäffikon am Etzel. Bild Verena Blattmann

Musik

Begeisterung an der Männerchorissima

Am Samstagabend kamen Freunde des Männerchorgesangs in den Genuss eines vielseitigen Programms. Der Männerchor Pfäffikon am Etzel konzertierte in der Aula des Schulhauses Weid in Pfäffikon zusammen mit dem Item Quartett und Walter Alder. Fabian Bucher wurde für sein zehnjähriges Engagement als Dirigent geehrt.

Wer den Chorgesang eines Männerchors als langweilig und konservativ einstuft, der wäre am letzten Samstagabend an der Männerchorissima in Pfäffikon eines besseren belehrt worden. Der Männerchor Pfäffikon am Etzel wartete mit einem besonderen Programm auf und lud mit dem Item Quartett und Walter Alder vier Ausnahmekönner zu ihrem Konzert ein.

Accappellazu Beginn

Der erste Konzertteil war dem acappella-Gesang gewidmet. Vorgetragen wurden Lieder, mit denen der Chor an Gesangsfesten mit sehr guten Benotungen bedacht wurde. Sie zeigten einen vielseitigen Querschnitt durch die Männerchorliteratur. Das Item Quartett besteht aus den Musikern Willi Valotti (Akkordeon), Michael Bösch (Violine), Sepp Huber (Kontrabass) und Silvio Gmür (Klavier), der aber wegen einer gebrochenen Hand verhindert war. Ergänzt wurden sie mit dem bekannten Hackbrettvirtuosen Walter Alder. Die Musiker spielten in einer eigenen Liga und begeisterten mit einem Appenzeller «Zeuerli» – andachtsvoll und berührend – ebenso wie mit einem sehnsuchtsvollen «Csárdás» oder «Zirkus Renz». Die unglaubliche Virtuosität und das Ausnahmekönnen der vier Musiker faszinierten.

Ein total begeistertes Publikum

Den dritten und vierten Konzertteil bestritten Chor und Musiker gemeinsam. Johannes Brahms temperamentvolle «Ungarische Tänze Nr. 5 und 6», das sehnsuchtsvolle Stück «Zigeuner» und ein «Csárdás», bei dem sich alles um die Liebe zu Piroschka dreht, lösten wahre Begeisterungsstürme aus. Musiker und Sänger harmonierten vollends und zeichneten sich auch durch eine gefühlvolle Interpretation und Präzision in den Einsätzen aus.

Modernes

Im vierten Konzertteil begab sich der Chor mit «Swingigem», Schlager und Neuzeitlichem in ein neues Gebiet. Schlager wie «Marmor, Stein und Eisen bricht» – witzig interpretiert – oder das sehnsuchtsvolle «Only you», wohl das erste Mal mit Hackbrett-Begleitung zu hören, machten Lust darauf, inskünftig mehr aus dieser Musiksparte vom Männerchor zu hören.

Dirigent Fabian Bucher wurde geehrt

«Mit viel Geduld und einigen Schweisstropfen spornt er uns zu grossen Leistungen an», erklärte Präsident Pius Egli bei seiner Würdigung. Die Rede ist von Fabian Bucher, der seit zehn Jahren mit viel Leidenschaft unter anderem den Männerchor am Etzel dirigiert und mit den Sängern schon die unterschiedlichsten Lieder einstudierte. Der als Primarlehrer tätige, ausgebildete Kirchenmusiker Fabian Bucher kann – trotz seines jungen Alters – schon auf einige musikalische Erfolge zurückblicken und erhielt mit dem Chor an Wettbewerben schon vorzügliche Bewertungen. Der Männerchor Pfäffikon am Etzel zeige sich glücklich über ihren zuverlässigen, kompetenten und manchmal auch strengen Dirigenten. Mit seinem Einsatz und Willen habe er immer nur das Beste für den Chor und das Gesangswesen im Sinn, freute sich Pius Egli. Als Dank wurde ihm symbolisch eine Stimmgabel überreicht.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.06.2011

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schwyzkultur.ch/VCSq9y