Stimmerlebnis der Sonderklasse: Der Donkosakenchor Wanja Hlibka erntete tosenden Applaus und riesige Begeisterung.
Stimmerlebnis der Sonderklasse: Der Donkosakenchor Wanja Hlibka erntete tosenden Applaus und riesige Begeisterung.

Musik

Begnadete Stimmen

Begeisternder Auftritt des Donkosakenchors Wanja Hlibka in der Lachner Pfarrkirche. Der Anlass war ein Beitrag der Gruppe «Begägnig am Sey» im Rahmen des ersten Schwyzer Kulturwochenendes.

Zurück auf die Idee von Sergej Jaroff, der im griechischen Exil in den 1920er-Jahren mit russischen Sängern das Liedgut ihrer Heimat weiterpflegte, gehen die heute weit verästelten Donkosakenchöre. Auch derjenige von Wanja Hlibka geht direkt auf Jaroff zurück, der in den späten 80ern den letzten Auftritt des Original-Chors leitete. Eigentlich wollte er einst nach Paris, kam jedoch nur bis Wien und trat dann von dort einen Siegeszug um die Welt an. Der Ruf der Kosakenchöre bleibt bis heute ungebrochen. So füllte das sichtbar aus allen Richtungen angereiste Publikum das Kirchenschiff der Lachner Pfarrkirche bis auf den allerletzten Platz. Alter Tradition entsprechend, bot Wanja Hlibka im ersten Konzertteil die von grosser Ernsthaftigkeit geprägten orthodoxen Kirchengesänge, um im zweiten Teil dann auf die allseits bekannten russischen Volksweisen einzuschwenken.

Besonderes Erlebnis

Vom doch leicht irritierenden Falsett bis hinunter zum tief vibrierenden Bass war klar: Jeder der Sänger hätte – selbstverständlich ohne jede Verstärkung – mit seiner Stimme allein den Kirchenraum auszufüllen vermocht. Ein ganz besonderes Erlebnis, und entsprechend gross war die Begeisterung mit tosendem Applaus und immer wieder Standing Ovations.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.04.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/6dYGBx