«Es ist wichtig, dass die Leute verstehen, worüber man singt», sagt Pascal G, der am diesjährigen Lachner Wiehnachts-Zauber mitwirkt. (Bild: pascal-g.com)
«Es ist wichtig, dass die Leute verstehen, worüber man singt», sagt Pascal G, der am diesjährigen Lachner Wiehnachts-Zauber mitwirkt. (Bild: pascal-g.com)

Musik

Die Karibik hält in Lachen Einzug

Er wohnt dort, wo andere Ferien machen: in der Dominikanischen Republik. Nun weilt Pascal G in der Schweiz, um unter anderem beim Lachner Wiehnachts-Zauber mitzuwirken. Der Berner bringt frischen, jugendlichen Wind auf die Bühne und karibische Wärme in die Schweiz.

Wie sind Sie überhaupt zum Singen gekommen?

Ich habe bereits als Kind oft Elvis Presley und Frank Sinatra gehört. Im Alter von sieben Jahren hatte ich in einem Tessiner Hotel meinen ersten Auftritt, bei dem ich Rock’n’Roll gesungen habe. Weil es den Gästen gefallen hat, hat mein Vater mir ein Karaoke-Mikrofon geschenkt. Damit bin ich an Partys und kleineren Anlässen aufgetreten. Als ich 15 Jahre alt war, bin ich mit meiner Familie in die Karibik ausgewandert. Dort bin ich mit karibischer Musik, also Bachata und Merengue, in Kontakt gekommen und habe mit einheimischen Musikern und meiner Schwester, die Piano spielt, eine Band gegründet. Wir hatten in der Dominikanischen Republik einige Hits, wurden im Radio gespielt und durften im Fernsehen auftreten. Tourneen in der Schweiz und Auftritte im «ZDF Fernsehgarten» folgten. Meine Plattenfirma Universal hatte dann die Idee, eine deutsche CD zu machen. So bin ich zum Schlager gekommen und habe eine CD aufgenommen, deutsch gesungen, aber mit spanischen Einflüssen.

Wann haben Sie sich entschieden, Ihr Hobby zum Beruf zu machen?

Das war, als wir in die Karibik ausgewandert sind. Ich habe mir überlegt, was ich dort arbeiten könnte und gemerkt, dass die Leute sehr gut auf mich reagierten. Dies deshalb, weil ich der einzige Ausländer war, der karibische Musik gemacht hat. Es hat sich dann ergeben, dass ich von der Musik leben konnte.

Wer ist Ihr Vorbild?

Tina Turner, Julio Iglesias, Elvis Presley – Sänger mit markanten Stimmen.

Wie oft sind Sie noch in der Schweiz?

Meine Eltern haben ein Haus in der Schweiz und reisen hin und her. Ich bin in der Dominikanischen Republik geblieben, weil ich dort mit meiner Musik erfolgreich bin. Seit einem Jahr bin ich wieder vermehrt in der Schweiz, weil mir Universal die Chance gegeben hat, hier Musik zu machen. Seit Anfang Jahr bin ich bei Jack White unter Vertrag, der unter anderem mit Tony Marshall, Roberto Blanco und Hansi Hinterseer zusammengearbeitet hat. Wegen des Lachner Wiehnachts-Zaubers verbringe ich den Winter zum ersten Mal seit etwa acht Jahren wieder in der Schweiz und kann traditionelle Weihnachten feiern. Bis anhin habe ich Palmen geschmückt (lacht).

Was dürfen wir von Ihrer Zusammenarbeit mit Jack White erwarten?

Wir sind dabei, ein deutschsprachiges Album aufzunehmen. Die Hälfte der CD ist fertig. Sie beinhaltet sowohl Balladen wie auch schnelle Songs. So kann ich sowohl meine gefühlvolle wie auch meine feurige Seite zeigen.

Sie haben es erwähnt: In der Karibik sind Sie ein Star. Können Sie noch auf die Strasse, ohne dass Sie angesprochen werden?

Ich werde schon angesprochen, aber das ist ja nichts Unangenehmes. Durch meine Auftritte an der Starnacht in Interlaken und am «Grand Prix der Volksmusik» erkennen mich Einzelne auch in der Schweiz.

Was war Ihr bisher grösster Erfolg?

Ich hatte in der Dominikanischen Republik drei Hits, und «The Tale of Lola» hat den Sprung in die Schweizer Hitparade geschafft. Hinzu kommen natürlich all die Fernsehauftritte, in denen ich mich dem deutschsprachigen Publikum präsentieren durfte.

Welchen Auftritt werden Sie nie vergessen?

Ich erinnere mich immer wieder gerne an unseren Auftritt am Merengue- Festival in Santo Domingo, der grössten Stadt in der Dominikanischen Republik. Dort singen zu dürfen, ist einmalig. Diese Stimmung ist unglaublich.

Hier in der Schweiz sind Sie weniger bekannt. Wie wollen Sie das ändern?

Ich hoffe, dass ich die Chance bekomme, im Fernsehen aufzutreten und an möglichst vielen Orten singen zu können. Ich freue mich auch sehr, dass ich am Wiehnachts-Zauber mitmachen darf.

Singen Sie deshalb nun auf Deutsch und nicht wie bis anhin auf Spanisch?

Als ich zu Beginn in der Dominikanischen Republik auf Englisch gesungen habe, hat das die Menschen weniger berührt als auf Spanisch. Ich denke, dass es auch im deutschen Markt wichtig ist, dass die Leute verstehen, worüber man singt.

Sie haben im Jahr 2009 am «Grand Prix der Volksmusik» teilgenommen, im Nachhinein wurde

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.11.2010

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