Willi Valottis Wyberkapelle spielte in Lachen brilliante Stücke aus der Märchler Volksmusikszene.
Willi Valottis Wyberkapelle spielte in Lachen brilliante Stücke aus der Märchler Volksmusikszene.
Musikalischer Abschluss mit allen Formationen und dem Jodlerclub Männertreu Nesslau im Zelt des Lachner Wiehnachtszaubers. Bilder Kurt Kassel
Musikalischer Abschluss mit allen Formationen und dem Jodlerclub Männertreu Nesslau im Zelt des Lachner Wiehnachtszaubers. Bilder Kurt Kassel

Musik

Die Sterne der Volksmusik leuchteten

Bereits zum dritten Mal brachten Carlo Brunner und Jost Hauser die Volksmusiksterne im Wiehnachtszauberzelt zum funkeln. Für das musikalische Programm zeichnete Willi Valotti verantwortlich.

Die Volksmusikfreunde füllten das wiederum wunderschön dekorierte Zelt bis zum letzten Platz und genossen volkstümliche Musik und Vorfreude auf den fünften Lachner Wiehnachtszauber. Und Valotti hatte eine glückliche Hand. Er selbst mit seiner Wyberkapelle, die Alderbuebe und der Jodlerclub Männertreu aus Nesslau, den er dirigiert, boten feinste Volksmusikkost. Die Gäste brachten zu Beginn Willi Valloti mit seinen «Wybern» gleich selbst in Stimmung. Andrea Ulrich am Akkordeon, Gabi Näf am Klavier, Martina Rohrer am Bass und Willi Valotti am Akkordeon spielten «Blond Kätchen» und «Chrüz und Quer» des Lachner Musikers Hugo Bigi. Damit war das Eis gebrochen.

Bekannte Märchler Musikanten

Der erste Teil war bekannten Märchler Musikanten gewidmet. Von Mathias Knobel, der heute in Wollerau ein Musikgeschäft führt, spielte die Wyberkapelle «Jä sowieso, uf alli Fäll». Dann folgte «Siebner Herstschwinget» von Otto Feldmann mit Andrea Ulrich an der Klarinette sowie der Walzer «Cornelia» von Sepp Huber jun. Weiter ging es mit Kompositionen von Domini Kürzi und Martin Nauer.

Toggenburg lässt grüssen

Der Jodlerclub Männertreu Nesslau wechselte geografisch-musikalisch von der March ins Toggenburg. Ein bunter Melodienstrauss brachte die kräftigen Jodelstimmen voll zur Geltung. Der Club der dieses Jahr sein hundertjähriges Bestehen feierte, brillierte mit Toggenburger Jodelliedern und Naturjodeln. Dass dabei auch der omnipräsente Willi Valotti mitsang, war ja klar, so wie er bei allen Auftritten mit auf der Bühne stand. Danach erfreuten wiederum Willi und seine «Wyber» mit Kompositionen des Lachners Ernst Inglin. Dazwischen erzählte Willi Valotti auf lustige Art von seinen musikalischen Anfängen die bereits im Alter von fünf Jahren begannen.

Hommage an Carlo Brunner

Im zweiten Teil spielten die Alder Buebe mit Walter Alder am Piano und Hackbrett, Michi Bösch, Geige, Köbi Schiess am Kontrabass und Willi Valotti am Akkordeon einen buten Melodienstrauss. Wobei vor allem der rassige Csardas mit der virtuos gespielten Geige von Michi Bösch viel Beifall fand. Der Höhepunkt des zweiten Teils war eine Hommage an Carlo Brunner. Ein Potpourri seiner schönsten Melodien wurde von den Gästen mit einer stehenden Ovation beklatscht. Ein verdienter Dank für Brunner’s langjährigen Einsatz für die Schweizer Volksmusik. Den Abschluss machten die Zugaben mit dem «Waldvogel Schottisch» und «Heinzelmännchens Wachparade». Ein musikalisch hochstehender Volksmusikabend mit Musikern von denen jeder ein Virtuose auf seinem Instrument ist, wurde mit viel Applaus bedacht. Der Benkner Geri Kühne, ein profunder Kenner der Volksmusik, der sympatisch durch den Abend führte, wünschte dem nun beginnenden Lachner Wiehnachtszauber den verdienten Erfolg.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.11.2011

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schwyzkultur.ch/rJWrV2