Sie waren für neue Töne verantwortlich: (v.l.) Michael Bösch (Geige), Samuel Büttiker (Schlagzeug), Mathias Landtwing (Klarinette), Fränggi Gehrig (Akkordeon), Pirmin Huber (Bass), Lukas Gernet (Piano), Fredy Reichmuth  (Piano & Akkord.) Marion Suter
Sie waren für neue Töne verantwortlich: (v.l.) Michael Bösch (Geige), Samuel Büttiker (Schlagzeug), Mathias Landtwing (Klarinette), Fränggi Gehrig (Akkordeon), Pirmin Huber (Bass), Lukas Gernet (Piano), Fredy Reichmuth (Piano & Akkord.) Marion Suter

Musik

Ein überraschend vielseitiges Konzert mit Hans-Frey-Kompositionen

Im Lachner «Bären» fand am Sonntagabend ein Hans-Frey-Konzert der besonderen Art statt. Die Besucher genossen einen rassigen Musikabend mit der Kapelle Gläuffig, Fredy Reichmuth, Marion Suter und Michi Bösch.

Wer sich auf ein gewöhnliches Klavierkonzert mit Kompositionen von Hans Frey (1913–1973) eingestellt hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen: Obwohl der in Lachen geborene Hans Frey Stücke für das Piano komponierte, sind seine Werke auf andere Instrumente übertragbar. So war der musikalische Abend gespickt von traditionellen Piano- und Akkordeonklängen sowie Inszenierungen mit der Geige und sogar dem Schlagzeug.

Auch Geige und Schlagzeug

Hans Frey war zu seiner Zeit eine Legende, die einen einzigartigen Stil von Klavierländler kreiert und gelebt hat. Um dieses Erbe weiterzuführen, haben Lukas Gernet, Pirmin Huber und Robin Mark die Arbeit des verstorbenen Mathias Knobel und seiner Partnerin Claire Burkhalter übernommen und den Verein Hans Frey gegründet. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Freys Kompositionen möglichst vielfältig umzusetzen. Diese überraschende Vielfalt wurde dann am Sonntagabend auch sehr schnell zum Ausdruck gebracht. Die Ländlerkapelle Gläuffig mit den vier Zentralschweizern Lukas Gernet (Klavier), Mathias Landtwing (Klarinette), Pirmin Huber (Kontrabass) und Fränggi Gehrig (Akkordeon) bildete dabei das Fundament des Konzertabends. Mit von der Partie waren ausserdem der Akkordeonist und Pianist Fredy Reichmuth aus Altendorf und die klassische Pianistin Marion Suter aus Rothenthurm. Die musikalische und instrumentale Vielfalt erreichte ihren Höhepunkt, als der Geiger Michael Bösch sowie der Schlagzeuger Samuel Büttiker die Bühne betraten. Allesamt verstanden es die Musiker,die überaus schweren Kompositionen von Frey hervorragend zu interpretieren.

Frey hätte «de Plausch» gehabt

Schlag auf Schlag wechselten sich die verschiedenen Instrumente ab, und die Musiker spielten einmal quer durch das gesamte Repertoire von Frey. Auf die Frage des Moderators Andreas Knobel, wie wohl Frey selbst auf diese Inszenierung seiner Stücke reagieren würde, wussten dessen Töchter eine Antwort: Er hätte «de Plausch» gehabt. Nach der passenden Zugabe «Mir marschiered hei» der Kapelle Gläuffig verliess das erstaunlich zahlreiche Publikum den Saal des Hotels «Bären» in Lachen, wobei dieser rassige Abend wohl noch so manchen durch die Woche hindurch begleiten wird. Sie brachten neue Töne in die Kompositionen des Ländlerpianisten Hans Frey: (v. l.) Michael Bösch (Geige), Samuel Büttiker (Schlagzeug), Mathias Landtwing (Klarinette), Fränggi Gehrig (Akkordeon), Pirmin Huber (Bass), Lukas Gernet (Piano), Fredy Reichmuth (Piano und Akkordeon) sowie Marion Suter (Piano). Bild Yasmin Jöhl

Sie brachten neue Töne in die Kompositionen des Ländlerpianisten Hans Frey: (v. l.) Michael Bösch (Geige), Samuel Büttiker (Schlagzeug), Mathias Landtwing (Klarinette), Fränggi Gehrig (Akkordeon), Pirmin Huber (Bass), Lukas Gernet (Piano), Fredy Reichmuth (Piano und Akkordeon) sowie Marion Suter (Piano). Bild Yasmin Jöhl

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Yasmin Jöhl)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

13.10.2015

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schwyzkultur.ch/i3nS9q