Die beiden Kapellen Gupfbuebe und Gläuffig sowie das Akkordeonduo Sigi und Fredy Reichmuth vermischten sich immer mal wieder: So fanden sich (v. l.) Dani Häusler, Mathias Landtwing, Fränggi Gehrig, Pirmin Huber und Fredy Reichmuth zu einer speziellen F
Die beiden Kapellen Gupfbuebe und Gläuffig sowie das Akkordeonduo Sigi und Fredy Reichmuth vermischten sich immer mal wieder: So fanden sich (v. l.) Dani Häusler, Mathias Landtwing, Fränggi Gehrig, Pirmin Huber und Fredy Reichmuth zu einer speziellen F

Musik

Ein würdiges und unterhaltsames Gedenkkonzert

Das Gedenkkonzert zum Jahrestag des Musikers Mathias Knobel wurde zu einem würdigen, aber unterhaltsamen Nachmittag – ganz im Sinne desVerstorbenen. Die Kapellen Gupfbuebe und Gläuffig sowie Sigi und Fredy Reichmuth spielten auf.

Als Musiker, Schachspieler und Inhaber eines Musikhauses war Mathias Knobel über die Region hinaus bekannt und beliebt. Dies zeigte sich auch am Sonntagnachmittag im Hotel «Bären» in Lachen, als der Saal trotz des herrlichen Herbstwetters praktisch gefüllt war. Claire Burkhalter lud zum Gedenkkonzert für ihren exakt vor einem Jahr verstorbenen Partner. Weggefährten aus der Ländlerszene waren gerne bereit, den Anlass musikalisch zu gestalten.

Musik und Anekdoten

Den Auftakt machte die Kapelle Gupfbuebe mit Dani Häusler an Klarinette und Saxophon, Jürg Wiget am Akkordeon, Ueli Stump am Klavier und Dominik Lendi am Bass. Während Mathias’ Bruder Andreas Knobel mit Charakterisierungen und Anekdoten einen roten Faden in das Konzert brachte, übernahmen die Musiker dieAnsagen selber. So erfuhren die Gäste allerlei «Müsterli» aus dem Musikerleben des Verstorbenen.

Nicht fehlen durfte an diesem Gedenkkonzert eine Soloeinlage am Klavier von Fredy Reichmuth, Mathias Knobels jahrzehntelangem Musikpartner. Besonders erfreuten dieWerke von Hans Frey – eine gemeinsame Passion der beiden – das gutgelaunte und fachkundige Publikum. Danach formierte sich Sigi Reichmuth mit seinem Bruder zum Akkordeonduo Sigi und Fredy Reichmuth.

Als weitere Formation spielte nach der Pause die Kapelle Gläuffig mit Mathias Landtwing an den Blasinstrumenten, Fränggi Gehrig am Akkordeon, Lukas Gernet am Klavier und Pirmin Huber am Bass auf. Sie zeigten, wie Ländlermusik auch noch tönen kann und darf.

Eine besondere Einlage boten die drei Spitzen-Akkordeonisten Fredy Reichmuth, Jürg Wiget und Fränggi Gehrig. Und schliesslich formierte sich eine gemischte Besetzung mit Dani Häusler, Fredy Reichmuth, Ueli Stump und Pirmin Huber. Sie widmeten sich auch Heirassa-Kompositionen, eine Musik, die Mathias Knobel geliebt und gelebt hat.

Nachwuchs und Stubete

Interessant waren auch die Ausführungen über die noch wenig bekannten Kompositionen von Mathias Knobel, von denen etliche zurAufführung gelangten.Alle seine zwölfWerke plus fünf ihm gewidmete Stücke wurden auf dieses Gedenkkonzert hin von Claire Burkhalter, Fredy Reichmuth und Urban Huber zusammengefasst, bearbeitet und in einem Musikheft veröffentlicht. Gewidmet ist die Sammlung der fünfjährigen Silja, Fredy Reichmuths Tochter und Mathias Knobels Gottemeitli, weil sie ihren Götti nur kurz erleben durfte. Claire Burkhalter übergab ihr deshalb das erste Exemplar des Notenhefts, selbstverständlich zusammen mit einem kindgerechten Geschenkli.

Noch ein weiteres Mädchen bereicherte den Nachmittag. Die achtjährige Salvina, eine Grossnichte von Mathias Knobel, spielte auf der Flöte zusammen mit den gestandenen Musikern zwei Ländler – virtuos und sicher. Daran hätte der Grossonkel bestimmt seine Freude gehabt, lag ihm der Ländlernachwuchs doch stets am Herzen.

Den Abschluss machte eine offene Stubete. Auch wenn sich die meisten Zuschauer verständlicherweise nach dem langen, aber unterhaltsamen Nachmittag verabschiedeten, liessen es sich die Musiker nicht entgehen, mit Gastmusikerinnen und -musikern einige Stunden zu musizieren. Mathias Knobel selber – da waren sich alle einig – hätte auf jeden Fall bis am Schluss ausgeharrt, mit allen gespielt und die Gesellschaft gepflegt.



Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.10.2014

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schwyzkultur.ch/EYp8vQ