Der Glarner Sänger, Schauspieler und Radiomoderator Markus Stadelmann lebt seit drei Jahren in Lachen. Bild Martin Müller
Der Glarner Sänger, Schauspieler und Radiomoderator Markus Stadelmann lebt seit drei Jahren in Lachen. Bild Martin Müller
 Markus Stadelmann (rechts) ist einer von elf Sängern, die dem Projekt «Schluneggers Heimweh» ihre Stimme leihen. Bild zvg
Markus Stadelmann (rechts) ist einer von elf Sängern, die dem Projekt «Schluneggers Heimweh» ihre Stimme leihen. Bild zvg

Musik

Eine der «schönsten Stimmen der Schweiz»

Der Lachner Markus Stadelmann ist einer von elf Sängern des Projektchors «Schluneggers Heimweh», die derzeit mit Auftritten im Schweizer Fernsehen, am Eidgenössischen Schwingfest und dem Lied «Rosmarie» für Furore sorgen.

Er ist ein Mann der Widersprüche: Grosse Töne sind nicht die Art von Markus Stadelmann, doch mit seiner Stimme bestreitet er als Moderator bei Radio Zürisee einen wichtigen Teil seines Lebensunterhalts. Ruhm sucht er nicht, trotzdem ist die Bühne – ob als Sänger oder als schauspielerndes Mitglied der «chliibüni glärnisch» – für den gebürtigen Glarner so etwas wie die zweite Heimat. «Ich liebe es zu singen und ich spiele gerne Theater. Es ist die Freude an diesen Tätigkeiten, die mich antreibt – und nicht das Streben nach Bekanntheit», umschreibt der Vater zweier Kinder, der mit seiner Familie seit drei Jahren in Lachen wohnt,seine Motivation für die beiden Leidenschaften. Doch es ist durchaus möglich, dass dem 35-Jährigen die Sache mit dem Ruhm in den nächsten Jahren ein wenig entgleiten könnte. Denn Stadelmann ist neben seinen zahlreichen anderen Tätigkeiten auch Mitglied des Chors «Schluneggers Heimweh», und dieser hat innert kürzester Zeit so richtig Fahrt aufgenommen.

Premiere im «Donnschtig-Jass»

Dank der guten Kontakte von Georg Schlunegger,dem Kopf hinter dem Projekt, und dessen Arbeitgeber, der Zürcher Musikproduktionsfirma Hitmill, ist die Marketingmaschinerie um den elfköpfigen Chor wie geschmiert angelaufen: Den ersten öffentlichen Auftritt absolvierten die Männer am 4. August zur Hauptsendezeit im «Donnschtig- Jass» des Schweizer Fernsehens. Tags darauf erschien die CD und nochmals nur gerade 24 Stunden später wurde mit einer grossen Geschichte und einer Aktion in der Online- und Printausgabe des «Blick» der Verkauf angekurbelt. Und in diesem Stil geht es weiter: Am kommenden Samstag bestreitet «Schluneggers Heimweh» seinen zweiten öffentlichen Auftritt. Und dies nicht irgendwo, sondern am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac. Am 3. September steht dann wieder ein Fernsehauftritt in der Agenda – diesmal in der SRF-Sendung «Samschtig-Jass».

«Mehr als Fischer und Gabalier»

Das Lied «Rosmarie», ein modern arrangiertes Jodellied mit einem melancholischen Text, einer eingängigen Melodie und dementsprechend viel Ohrwurmpotenzial, wird in den Wunschkonzerten der Spartensender bereits mit grosser Regelmässigkeit gespielt, und jeden Tag verlassen Hunderte CDs das Hitmill-Gebäude im Zürcher Kreis fünf. Wie viele Exemplare des Erstlings seit dem Release Anfang Monat bereits abgesetzt worden sind, gibt Hitmill nicht bekannt. Isabel Loheit, bei der Produktionsfirma für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, sagt einzig: «Heimweh hat in den ersten 24 Stunden mehr CDs verkauft als Helene Fischer und Andreas Gabalier in der ersten Woche.» Und dies, obwohl der Tonträger bisher und bis auf weiteres nur im Eigenvertrieb verkauft werde. «Es ist schon beeindruckend, wie professionell alles läuft», sagt Markus Stadelmann. Das habe sich schon bei der Zusammenstellung des Chors abgezeichnet.«Die Mitglieder sind meiner Meinung nach sehr sorgfältig ausgewählt worden: Einerseits verfügen alle über hervorragende Stimmen, andererseits sind es ganz einfach auch gute Typen. Es herrscht keine Konkurrenz und alle zeigen sich neuen Ideen gegenüber sehr offen.» Diese zwischenmenschliche Harmonie führe zu einem «ressourcenorientierten Schaffen », wie es Stadelmann nennt.

Sänger aus der ganzen Schweiz

Im offiziellen Pressetext über den Chor steht zu lesen, dass Georg Schlunegger zwei Jahre lang nach den schönsten Männerstimmen der Schweiz gesucht habe. Fündig geworden ist der Berner Oberländer Songwriter und Komponist, der unter vielem anderem hinter dem Coop-Song «Bio Bio» steht, im Muotatal, im Emmental, im Appenzell – und in Lachen. «Es ist effektiv so, dass sie mich gefunden haben – und nicht umgekehrt », sagt Markus Stadelmann mit einem Schmunzeln. Da er, der im Glarnerland aufgewachsene Sänger,der seine einprägsame Bassstimme am Konservatorium in Zürich ausbilden liess, immer wieder mit Bands und Projekten (unter anderem auch schon am «Art on Ice» im Zürcher Hallenstadion) aufgetreten war, tauchte er auf dem Radar der

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.08.2016

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www.schwyzkultur.ch/Jme9MP