Ein seltenes Bild: Andreas Schiller findet momentan kaum Zeit für Verschnaufpausen am Seeufer in Lachen. Bild Frieda Suter
Ein seltenes Bild: Andreas Schiller findet momentan kaum Zeit für Verschnaufpausen am Seeufer in Lachen. Bild Frieda Suter

Musik

Eine wilde Geschichte mit glücklichem Ende…

Musicaldarsteller Andreas Schiller aus Lachen spielt zum ersten Mal als Solist bei der Operettenbühne Hombrechtikon mit. Das Stück «Prinz Methusalem» feiert am kommenden Sonntag, 6. September, Premiere.

Auftritte auf Theater- und Musicalbühnen sind die ganz grosse Leidenschaft von Andreas Schiller. Dies seit er vor Jahren als Mitglied der Pfadi Lachen erstmals in Schwänken und Sketches auftrat. «Und vorher habe ich schon mit meiner Schwester Theater gespielt », erinnert er sich. Seit zehn Jahren wirkt der Lachner in seiner Freizeit in der Gruppe des Estrich-Theaters in Zürich mit und bereits zum dritten Mal bei der jährlichen Produktion der Operettenbühne Hombrechtikon. Beruflich ist er als Fachmann für medizinisch-technische Radiologie HF am Spital Linth in Uznach gefordert. Dass es für Andreas Schiller derzeit kaum Freizeit gibt, hat damit zu tun, dass die letzten Proben und Vorbereitungen für die aktuelle Saison der Operettenbühne Hombrechtikon einigen Aufwand erfordern.

Solist und im Chor

In der Produktion «Prinz Methusalem» von Johann Strauss Sohn ist Andreas Schiller als Tenor doppelt gefordert. Zunächst im Chor, dann aber auch in der Chorsolisten-Rolle des Gesandten Feuerstein. «Die eher unbekannte Oper ist eine wilde Geschichte, ziemlich bunt inszeniert, und kann mit satirisches Märchen umschrieben werden», erklärt Schiller. Es geht um die beiden Herrscher – ihres Zeichens Erzfeinde – der Länder Trocadero und Rikarak. Durch eine «politische» Heirat ihrer Kinder soll Ruhe einkehren. Doch Prinz und Prinzessin wollen die Machtspiele der Eltern nicht mitmachen. Ein direkte Begegnung wendet das Blatt.. Wie sich die Geschichte bis zum Happy-End entwickelt,lässt sich in den 16 Vorstellungen der Operettenbühne Hombrechtikon zwischen der Premiere am Sonntag, 6. September, und dem 11. Oktober live mitverfolgen. Normalerweise wird freitags, samstags und sonntags gespielt. Jeweils eine Stunde vor der Aufführung wird eine Einführung in die Handlung der komischen Operette gegeben.

Beschwingt und eingängig

Andreas Schiller verrät, dass Strauss mit dieser Operette dem Titel Walzerkönig absolut gerecht werde.«Viele Melodien sindeingängig und beschwingt». Die Herausforderung , als Amateur mit Profis auf der Bühne zu stehen,war für den Lachner Ansporn,erneut Gesangsstunden zu besuchen. Lektionen notabene, die durchaus auch einmal zu einem Muskelkater führen können. Sein Lehrer ist übrigens Erich Bieri,der als Herzog von Rikarak eine der Hauptrollen bekleidet. «Es macht Spass, mit Regisseur Volker Vogel und dem musikalischen Leiter Caspar Dechmann zu arbeiten und mitzuerleben,wie sich die Produktion von Woche zu Woche entwickelt», sagt Andreas Schiller. Neu ist für ihn, dass es erstmals eine Gage gibt. Doch dadurch wachsen die Bäume nicht in den Himmel und «Schiller bleibt bei seinen Leisten».

«Prinz Methusalem»

Operette in drei Akten von Johann Strauss Sohn in einer Fassung der Operettenbühne Hombrechtikon

Infos unter www.operette-hombrechtikon.ch

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Frieda Suter)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

02.09.2015

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schwyzkultur.ch/cBy2ni