Das Quintetto Classico bot feinsinnige Musik zum Palmsonntag. Bild Lilo Etter
Das Quintetto Classico bot feinsinnige Musik zum Palmsonntag. Bild Lilo Etter

Musik

Einfühlsam gestaltete Klangbilder

An einem eher trüben Palmsonntagabend fand sich eine beachtliche Anzahl Zuhörer im Pfarreiheim Gerbi in Lachen ein, um sich ein feinsinniges Konzert des Quintetto Classico anzuhören.

In seinem Konzert bewies das Quintetto Classico viel Gefühl für fein abgestimmte Klangfarben und brachte die einzelnen Instrumente mit harmonisch herausgehobenen Akzenten zur Geltung. Dazu strich es die Eigenheiten jedes der vier vorgetragenen Werke mit musikalischer Sensibilität heraus.

Danzi, Mozart, Klughardt und Farkas

Den Auftakt machte das «Bläserquintett g moll, Op. 56 Nr. 2» von Franz Danzi. Das viersätzige Werk bot lebendig luftige Klangfantasien. Dem folgte «Divertimento Nr. 12 Es-Dur KV 252» von Wolfgang Amadeus Mozart. Das kunstvoll gewobene Tongeflecht bekam mit dem dritten Satz «Polonaise. Andante» auch einen ländlich tänzerischen Charakter. Nach einer kurzen Pause wurde «Bläserquintett Op. 79» von August Klughardt vorgetragen. Das Werk aus der Zeit der Romantik zauberte kräftigere Dynamik in den Raum und malte mit fein abgestimmten Farben einfühlsam gestaltete Klangbilder.

Ungarische Tänze

Den Schluss machten «Antiche Danze Ungheresi dal Secolo XVII» von Ferenc Farkas. Die fünf Tänze aus dem ungarischen Volksliedgut spannten einen Bogen vom elegant und gemessen schreitenden Tanz, den man sich in einem Schlosshof vorstellen konnte, bis hin zum ausgelassenen, schnellen Reigen an einem fröhlichen Dorffest. Für den warmen Applaus am Schluss bedankte sich das Quintetto Classico mit dem Stück «Eine kleine Plauderei» des Schweizer Komponisten russischer Abstammung, Boris Mersson, das dem ausdrucksvollen Konzert einen neckischen Ausklang verlieh.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.03.2010

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schwyzkultur.ch/gCQhAv