Die Rubbernecks in neuer Zusammensetzung: (v.l.) Bassist Mügg Zweifel und Gitarrist Martin Rauchenstein oben, unten Rolf Aeberli (Gitarre), der neue Leadsänger René Rimml und Schlagzeuger Markus Schuler.
Die Rubbernecks in neuer Zusammensetzung: (v.l.) Bassist Mügg Zweifel und Gitarrist Martin Rauchenstein oben, unten Rolf Aeberli (Gitarre), der neue Leadsänger René Rimml und Schlagzeuger Markus Schuler.

Musik

Es geht weiter in alter Frische

Die Rubbernecks haben eine neue Stimme: Der Aargauer René Rimml ist der neue Leadsänger der Lachner Rockabilly-Band. Ihrem Stil will die Band weiterhin treu bleiben. Ideen des neuen Sängers werden aber gerne aufgenommen – und kommen gar sehr gut an.

«Das kommt gut mit dem neuen Sänger», sagt ein Mann vor der Tür zum Proberaum der Rubbernecks. Tatsächlich: Das Lied «Seven nights to rock», von den Rubbernecks bereits live im Fernsehen gespielt, klingt routiniert und eingespielt wie eh und je. Die neue Stimme der bekanntesten Ausserschwyzer Band hat sich musikalisch wie auch menschlich bereits sehr gut in die Gruppe integriert. Gescherzt wird im Minutentakt. Bei der Auswahl des neuen Sängers hatte man «zwei, drei Musiker im Auge», sagt Gittarist Martin Rauchenstein. Rimml war aber erste Wahl. «Menschlich und musikalisch muss es gleichermassen stimmen, und da hatten wir bei René keine Zweifel.» Man kannte sich schon vorher, von verschiedenen Konzerten und Gesprächen.

Ein würdiger Abschied für Dino Bigi

Das letzte Konzert in der alten Besetzung mit Leadsänger Dino Bigi spielten die Rubbernecks am vergangenen Samstag in Muotathal. Es war eine emotionale Angelegenheit. «Die letzten Lieder konnte ich kaum noch spielen», sagt Bassist Mügg Zweifel. «Es war hart. Für mich, für uns, aber vor allem für Dino», führt Bandmitglied Rolf Aeberli aus. «Wir durften zusammen 27 fantastische Jahre erleben», sind sich die Bandmitglieder einig. Das Konzert verkörperte einen würdigen Abschied für Bigi, den er absolut verdient habe. Nach beinahe drei Jahrzehnten sei es «halt schon ein tiefer Schnitt», bilanziert Aeberli. Die Karriere der Rubbernecks – ein Steigerungslauf. Am Anfang war das Ziel eine Single, darauf folgten fünf Platten, unzählige stimmungsvolle Konzerte und Auftritte im Schweizer Fernsehen. «Wir wurden erfolgreicher, fielen aber nie in ein Loch. Darauf können wir alle stolz sein», führt Aeberli aus, begleitet von nickenden Köpfen der Bandkollegen.

Rimmls Elvis-Stimme

Trotz aller schönen Momente, die Band schaut vorwärts. Ein neuer Sänger sei wie ein Kick, eine neue Herausforderung, der auch neue Chancen bietet. «Heimlich verfolge ich das Ziel, Country aus der Band zu vertreiben», scherzt Rimml. Darauf wird er ernster. «Selbstverständlich will ich das Fundament der Rubbernecks nicht verändern, denn mir gefällt die Musik», so der Aargauer, dessen einziger Bezug zur Ausserschwyz sein Bruder ist, der in Lachen wohnt. «Persönlich finde ich es ein Vorteil, wenn ich meinen Horizont erweitern kann.» Rimml ist und bleibt auch in Zukunft Leadsänger der Aargauer Rock’n’Roll Band Red Boots. Da er von einer ähnlichen, nicht aber derselben Musikrichtung komme, will er auch eigene Ideen in die Band tragen. «Ideen, die ich und die Band vertreten kann.» Neue Elemente sind bei der Band willkommen. Eine konkrete Idee ist schon vorhanden: «René ist ein hervorragender Elvis-Interpret», findet Schlagzeuger Markus Schuler. Es wäre fahrlässig, wenn man auf diese Qualität verzichten würde. «Wir mögen ja alle die Musik von Elvis», so die Rubbernecks.

Vierter Auftritt im Fernsehen

Die Leidenschaft und die Begeisterung für die Musik ist bei allen zu spüren, nach wie vor. Die Harmonie in der Band stimmt, und mit diesen Qualitäten im Rücken wollen die Rubbernecks die Zukunft angehen. Das oberste Ziel ist, so lange wie möglich Musik zu machen, die Freude aufrechtzuerhalten. Bereits sind einige Konzerte geplant, zum Beispiel im Albisgüetli oder beim Flugplatz in Wangen. Ferner ist ein Ziel, im kommenden Sommer auf Festivals zu spielen. Doch mittel- und langfristig stehen absolute Highlights an: Im Februar 2011 präsentieren sich die Rubbernecks bereits zum vierten Mal im Schweizer Fernsehen, diesmal in der Sendung «Hopp de Bäse ». Und in drei Jahren steht das 30-Jahr-Jubiläum der Band an. Angestossen wird aber bereits jetzt mit einem Gläschen Ballantines. «Der beste Whiskey», sagt einer. «Das schmeckt wie Parfum», sagt der andere. Irgendwo hört es mit der Harmonie auf.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.10.2010

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