Das Orchester Camerata Schweiz unter der Leitung von Giovanni Bria lud zum Neujahrskonzert.
Das Orchester Camerata Schweiz unter der Leitung von Giovanni Bria lud zum Neujahrskonzert.
Regierungsrat Walter Stählin (links) und Gemeindepräsident Pit Marty am Neujahrsapéro. Bilder Paul Diethelm
Regierungsrat Walter Stählin (links) und Gemeindepräsident Pit Marty am Neujahrsapéro. Bilder Paul Diethelm

Musik

Festliches Neujahrskonzert mit Camerata

Mit dem Orchester Camerata Schweiz lud die Kulturkommission Lachen bereits zum dritten festlichen Neujahrskonzert ein. Unter der Leitung von Giovanni Bria gelangten Werke der bekannten Komponisten Mozart und Vivaldi zur Aufführung.

Zum Auftakt des inzwischen zur Tradition gewordenen Neujahrskonzertes in der barocken Pfarrkirche Lachen entbot Gemeindepräsident Pit Marty namens der Kulturkommission und des Gemeinderates allen ein gutes, neues Jahr und gab der Hoffnung Ausdruck, dass «wir in unserer Gemeinschaft im Jahre 2011 nur Gutes erleben dürfen». Danach führte Dirigent Giovanni Bria mit hochbegabten Musikerinnen und Musikern des Orchesters Camerata Schweiz durch den Abend.

Camerata ein besonderes Orchester

Camerata Schweiz verbindet die Agilität eines jungen, dynamischen Orchesters mit einer hohen musikalischen Qualität. Es wird in verschiedenen Grössen konzertiert. Am Neujahrskonzert in Lachen kamen Violine, Brace, Cello, Cembalo, Contrabass und erste und zweite Geige zum Einsatz. Die Musikerinnen und Musiker stammen aus allen Gegenden unseres Landes. Es gibt wohl kaum Werke bekannter Komponisten und Chöre, welche Giovanni Bria im In- und Ausland nicht dirigierte. In Lachen ist er als Konzert-Dirigent nicht nur am Neujahrskonzert anzutreffen, er dirigiert auch den Musiksommer am Zürichsee.

Mozart zu Beginn

Im ersten Teil des Konzertabends gelangte das «Divertimento in D-Dur» von Wolfgang Amadeus Mozart (1756– 1791) in drei unterschiedlichen Sätzen, beginnend mit dem temperamentvollen Allegro, gefolgt mit Andante und endend mit Presto zur Aufführung. Bereits mit neun Jahren schrieb Mozart damals auf Wunsch des österreichischen Kaisers die erste Oper.

Musiker mit Auszeichnung

Im zweiten Teil des Konzertabends gelangten «Die vier Jahreszeiten» Op. 8, 1 – 4, wohl das bekannteste Konzertstück des ebenso grossen Komponisten Antonio Vivaldi (1678– 1741) zur Aufführung. Vivaldi selbst wird als italienischer Meisterkomponist bezeichnet und galt als bedeutender Violinist seiner Zeit. In den «vier Jahreszeiten» mit je drei Sätzen sind die verschiedensten Naturerscheinungen gefühlsbetont imitiert. Konzertmeister Jonas Erni verzauberte als Solo-Violinist die Zuhörer mit seiner Höchstleistung. Er verfügt über ein vielseitiges Engagement. Seit 1999 ist er massgeblich im Orchestre de la Suisse Romande tätig. Nebst dem Gesamtorchester überzeugte Vital Julian Frey am Cembalo und bewies einmal mehr zu Recht, mit dem Prädikat als «der wohl beste Cembalist der Schweiz» bezeichnet zu werden. Sein musikalisches Wirken geht weit über die Landesgrenzen hinaus. Daneben gab Anita Jehli mit dem Violoncello durch ihr Können dem vorgetragenen Werk von Vivaldi einen besonderen Genuss. Jehli wurde in der Vergangenheit mit verschiedenen Auszeichnungen geehrt, so wurde ihr von der Stadt Zürich die kulturelle Auszeichnung «Werkjahr für Interpretation» zugesprochen.

Zugabe gespielt

Nach einem verdienten langanhaltenden Applaus gab es noch eine willkommene Zugabe. Wie beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, so entbot Dirigent Giovanni Bria mit dem Orchester den abendlichen Konzertbesuchern ein lautstarkes «Gutes Neues Jahr». Als würdiger Abschluss des Abends wurde durch die Kulturkommission und die Gemeinde Lachen beim grossen Christbaum auf dem Raffplatz Glühwein, Punsch und «Heissi Marroni » abgegeben und so ins neue Jahr gestartet.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.01.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/eqKZWy