Walter Näf, der Präsident des Vereins Goldener Violinschlüssel, und der diesjährige Preisträger Carlo Brunner. Bilder Frieda Suter
Walter Näf, der Präsident des Vereins Goldener Violinschlüssel, und der diesjährige Preisträger Carlo Brunner. Bilder Frieda Suter
Viel beachtete Übergabe: Der letztjährige Träger des Goldenen Violinschlüssels, Peter Roth, steckt die begehrte Auszeichnung an den Revers von Carlo Brunner.
Viel beachtete Übergabe: Der letztjährige Träger des Goldenen Violinschlüssels, Peter Roth, steckt die begehrte Auszeichnung an den Revers von Carlo Brunner.

Musik

Goldener Schlüssel übergeben

Zahlreiche Gratulationen und eine Liebeserklärung von Schwester Maja prägten die Feier zur Übergabe des Goldenen Violinschlüssels an Carlo Brunner. Rund 320 Gäste waren dafür am Samstag ins Zelt des Lachner Wiehnachtszaubers gekommen.

Eine kleine goldene Anstecknadel und Carlo Brunner als aktueller Träger dieser kulturellen Auszeichnung standen ab Samstagmittag im Mittelpunkt einer gediegenen Feier. Viele bekannte Persönlichkeiten aus der Musikszene, 15 frühere Träger des Goldenen Violinschlüssels und die Gäste erhielten Einblicke ins Leben und Lebenswerk des bekannten Klarinettisten, Komponisten und Produzenten von hochkarätiger Volksmusik und volkstümlicher Unterhaltungsmusik. Der Satz «Normal bisch jo nöd» aus dem Mund von Salvo und die Erklärung «98 Prozent deines Hirns bestehen aus neuen Einfällen» brachten es auf den Punkt.

Landammann als Laudator

Das vielseitige und beharrliche Schaffen, begleitet von Lebensfreude und Herzlichkeit, haben Carlo Brunner im Laufe der vergangenen 40 Jahre zu einer prägenden und zentralen Figur in der Volksmusikszene gemacht. Dies würdigte Landammann Walter Stählin, der in der Laudation nebst dem Werdegang des Musikers auch Stimmen von Familienmitgliedern, Mitmusikern und Menschen einbaute, die Carlo Brunner nahe stehen. Nach der Begrüssung durch Walter Näf, dem Präsidenten des Vereins Goldener Violinschlüssel, steckte der letztjährige Träger Peter Roth das Schmuckstück unter Blitzlichtgewitter und Aufzeichnung durch eine TV-Kamera an den Revers von Carlo Brunners Veston.

Medaille und Schlüssel

Mit einer Medaille der Gemeinde Lachen zeichnete Gemeindepräsident Pit Marty den neusten Träger des Violinschlüssels aus. Seine Schwester Maja Brunner wartete mit Bildern aus dem Familienalbum auf und schloss: «Den goldenen Schlüssel zu meinem Herzen hast du seit Deiner Geburt.» Chlefelipater Robert Camenzind charakterisierte Carlo Brunner als «goldige Kärli, aber nöd immer en Heilige». Er fügte an, Musik zu machen sei doppelt gebetet und «du bringst mit deinem Spiel Lebensmut, Friede und Freude». Den musikalischen Rahmen der von Kurt Zurfluh moderierten Feier eröffnete Carlo Brunner mit seiner Superländlerkapelle gleich selber. In neuen knallroten Hemden spielten sie Heidi Bruggmanns «Goldener Violinschlüssel-Marsch». In die Reihe der Gratulanten stellten sich Maja Brunner, das Trio Eugster, Lisa Stoll, Seppli und Florian sowie zum Abschluss das Lachner Chörli. Dieses hatte extra ein neues Lied komponiert und eingeübt. Humorvoll überreichten sie dem Klarinettisten den silbernen Föhn (damit die Puste bleibt). Auch Partnerin Erika Grab erhielt ein Präsent.

Ansporn für Neues

Zur Feier vom Samstag gehörten auch ein gediegenes Bankett sowie ein erster Auftritt der Mitwirkenden des sechsten Lachner Wiehnachtszaubers. Dieser bringt vom 29. November bis Silvester Stimmung und Leben ins Zelt in den Lachner Seeanlagen. «Mit dem Goldenen Violinschlüssel habe ich auch dieses Jahr wieder etwas ganz Neues dabei», scherzte Carlo Brunner. Die Auszeichnung für sein Lebenswerk wird sich nicht in der Anerkennung erschöpfen, sondern vor allem Ansporn für neue Ideen sein.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.11.2012

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schwyzkultur.ch/jaNMYv