Thomas Biasotto (rechts): ein temperamentvoller Bandleader und seine Big Band. Bild Kurt Kassel
Thomas Biasotto (rechts): ein temperamentvoller Bandleader und seine Big Band. Bild Kurt Kassel

Musik

Grossartiger Swing im Wiehnachtszauberzelt

Das Lachner Wiehnachtszauberzelt zeigte sich in romantischem Lichterglanz, als am Freitagabend der erste Anlass der diesjährigen Konzertreihe viel interessiertes Publikum ins Zelt am See lockte.

Bereits zum zweiten Mal stand die Thomas Biasotto Big Band auf der Lachner Wiehnachtszauberbühne. War das Konzert letztes Jahr eine Hommage an Glenn Miller, so kam dieses Jahr unter dem Titel «Swing on a Wing» der Swing zum Zuge. Als Swing bezeichnet man eine Stilrichtung des Jazz, die ihre Wurzeln in der Zeit der 1920er- bis 1930er-Jahre in den USA hatte. Aus vorangegangenen Stilrichtungen wie dem Dixieland und dem Chicago Jazz bildete sich eine neue Musikrichtung heraus, die vor allem auch bei den Tänzern grosse Popularität genoss. Die Verbreitung des Swings förderte auch die Entstehung der Big Bands, vor allem in Amerika. Die Musik der goldenen 50er-Jahre,von der Thomas Biasotto Big Band hervorragend intoniert, brachte das Publikum schnell in Stimmung.

Von Glenn Miller bis Frank Sinatra

Natürlich war auch dieses Jahr Glenn Miller mit «In the mood» und «Pensylvania 6-5000» im Musikprogramm vertreten. Weitere Highlights waren «On the Sunny Side oft he Street»,«I’m walking», «Chatanooga Cho Cho», «New York New York» sowie «American Patrol». Einen besonderen Applaus erhielt Carlo Brunner, der zusammen mit der Big Band seinen Titel «Carlo’s Swing Föxli» spielte. Die einzelnen Musiker der Big Band, alles ausgebildete Profis, glänzten immer wieder mit Soloeinlagen, die von den Gästen heftig beklatscht wurden. Ein ganz besonderer Genuss für Augen und Ohren waren die Auftritte der See Sisters, einer Formation von drei Frauen aus dem deutschen Bodenseeraum. Sie haben sich ganz der Musik der Andrews Sisters verschrieben. Die drei Stimmen, die sich hervorragend ergänzen, kamen in ihren Songs «Jeepers Creepers», «I will survive», «Hollywood», «Bei mir bist du schön» oder dem früher von Marilyne Monroe gesungenen «Diamonds are a Girl’s Best Friend» zauberhaft zur Geltung.

Zahlreiche Höhepunkte

Einer der vielen Höhepunkte war das von den See Sisters mit dem Sänger Enrico Orlandi und der Big Band vorgetragene «My Way» von Frank Sinatra. Sänger Orlandi Stimme war die ideale stimmliche Ergänzung zum Big-Band-Sound. Dass Thomas Biasotto nicht nur ein hervorragender Bandleader, Komponist, Arrangeur und angehender Primarlehrer ist, zeigte er bei der Vorstellung seines Foto-Bildbandes «New York». Ein Kunstwerk, das die vielen verschiedenen, vielfältigen Seiten New Yorks, von Biasotto bildlich hervorragend eingefangen, zeigt.Standing Ovations am Schluss des Konzertes zeigten den Wunsch des Publikums,auch im nächsten Jahr wieder ein Thomas Biasotto Big Band-Konzert besuchen zu können.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Kurt Kassel)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

16.11.2015

Webcode

www.schwyzkultur.ch/ekMAa4