Gestern liess der Tessiner Besitzer Lorenzo Oligati (2.v.l.) seinen originalgetreu restaurierten Hammerflügel in die March zügeln. Mit dabei Res Marty und Severin Kolb von der Raff Gesellschaft, Emanuel Lardi, Armin Kölbli und Igor Eriomenco. Bild fs
Gestern liess der Tessiner Besitzer Lorenzo Oligati (2.v.l.) seinen originalgetreu restaurierten Hammerflügel in die March zügeln. Mit dabei Res Marty und Severin Kolb von der Raff Gesellschaft, Emanuel Lardi, Armin Kölbli und Igor Eriomenco. Bild fs

Musik

Hammerflügel aus Raffs Zeit angekommen

Ein umsichtiger Besitzer, ein kompetenter Restaurator und die Joachim Raff Gesellschaft Lachen ermöglichen einem altem Instrument ein neues Leben.

Am Anfang stand der Tessiner Lorenzo Oligati aus Ascona, der für den Hammerflügel aus dem Haus seiner Grosseltern und Eltern einen neuen Platz suchte. Im Klavier- und Flügelbauer Emanuel Lardi aus Poschiavo fand er einen Fachmann, der das mehr als 150 Jahre alte Instrument sorgfältig restaurierte. «Es gab ein paar Hürden, doch im Lauf der letzten Jahre habe ich ausschliesslich Original-Materialien auftreiben können», sagt Lardi nicht ohne Stolz. Das Instrumentengehäuse aus Fichtenholz mit Nussbaumfurnier erstrahlt in neuem Glanz. Zudem ist das ganze Innenleben erneuert. Die Hammer wurden beispielsweise mit naturgegerbtem Hirschleder neu eingefasst, der verwendete Leim extra aus Knochenmehl hergestellt, wie es um 1868 üblich war, als der Hammerflügel von Franz Bayer in Wien erbaut wurde.

«Passt perfekt zu Raff»

Die Suche nach einem geeigneten Platz für das wertvolle Instrument ging unterdessen weiter. Als Res Marty, Präsident der Joachim Raff Gesellschaft Lachen, vom Hammerflügel hörte, ergab sich die aktuelle Lösung. «Das Instrument stammt aus der Zeit, als Raff komponierte, wohl auch auf solchen Instrumenten spielte und unterrichtete »,sagt er,und es begann die Suche nach Möglichkeiten, den Hammerflügel in die March zu holen. «Ziel wäre, ihn im Geburtshaus Raffs in Lachen präsentieren und auch spielen zu können», fügt er an. Spontan hat Armin Kölbli, Musikschulleiter der Musikschule Lachen-Altendorf, der Dauerleihgabe in einem Unterrichtsraum «Asyl» geboten – gestern erfolgte der Umzug.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Frieda Suter)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.01.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/GMYGYn